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Airbnb will nicht nur unterbringen, sondern größere Teile des Trips begleiten

Ein Bed-and-Breakfast mit Unterbringung auf Luftmatratzen gab Airbnb seinen Namen. Acht Jahre später umfasst die Plattform eine Kapazität von über eine Million Betten, beschäftigt 1.500 Mitarbeiter und bringt täglich mehrere Hunderttausend Menschen „zu Bett“. Trotzdem bleibt eine zentrale Frage: Ist Airbnb ein Beherbergungsbetrieb – oder ein Technologieunternehmen?
„Ich sage: Wir sind Teil des touristischen Ökosystems“, sagte Olivier Grémillon, Regional Director Europa und Afrika, Airbnb, auf dem ITB Berlin Kongress 2015. „Dafür sprechen 30 Millionen Menschen, die schon über Airbnb eine Unterbringung fanden, und die vielen Menschen, die sich über uns als Gastgeber engagieren.“ Und das heute in fast allen Ländern der Welt. Selbst für Geschäftsreisende mache das Konzept Sinn, wenn sie länger bleiben, in Gruppen unterkommen oder zu Spitzenzeiten übernachten wollten.
Grémillon: „Als Technologieunternehmen lässt sich alles aus einer Zentrale heraus managen. In der Touristik muss man vor Ort sein, nah an den Kunden und ‚Lieferanten‘. Man muss hören, was sie brauchen und wollen und wie wir sie unterstützen können.“
Genau diesen Schritt habe das Unternehmen gemacht – und gleichzeitig von einigen weiteren Faktoren profitiert: Die Travel Technology sei gereift, mit mobilen Lösungen, nahtlosen Buchungs- und Bezahlsystemen. Nachhaltigkeit und ShareConomy seien heute Trends, mit einem neuen Bewusstsein für Auslastungsoptimierung statt Aufbau neuer Kapazitäten für Spitzenlastzeiten. Die Wirtschaftskrise in Europa habe dazu beigetragen, dass mehr Menschen auf dem Weg der Wohnraumüberlassung ihr Einkommen aufbessern wollten. Nicht zuletzt wollten Menschen heute auch anders reisen, weniger touristisch, im Kontakt mit Einheimischen. All dies habe Airbnb in die Hände gespielt.    
„80 bis 90 Prozent unserer Gastgeber bieten wirklich privaten Wohnraum an“, betont Grémillon. In vielen Märkten sei das eine entscheidende Voraussetzung, um mit Gesetzgebung und Verbänden harmonisch zu interagieren. Und natürlich gebe es wesentliche Maßnahmen, um den Aufenthalt angenehm und die Risiken für Anbieter überschaubar zu machen – darunter „Standards für gute Gastgeber und Gäste“, Coachings für Anbieter sowie ein gegenseitiges Bewertungssystem.
Wachstum sieht Airbnb weniger in der Penetration der Plattform in anderen Branchen als vielmehr in der Erweiterung der Angebote entlang der Customer Journey: „Wir wollen einen größeren Teil des Trips begleiten statt andere Assets zu verkaufen“, sagt Grémillon.    Isabel Bommer
 

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