Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Botswana: Afrikas bestgehütetes Geheimnis

Michael Merbeck, abendsonne afrika und Tweslopele C. Moremi, Botschafterin Botswana in Deutschland

Als „Afrikas bestgehütetes Geheimnis“ bezeichnet die Messe Berlin den diesjährigen Partner der ITB-Berlin 2017, das südafrikanische Land Botswana. In der Tat ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, welche Vorreiterrolle Botswana beim Natur- und Umweltschutz einnimmt. Dem nachhaltigen Handeln von Regierung und Naturschützern verdankt das Land seinen unglaublichen Reichtum an wilden Tieren – die beste Investition für Botswanas Zukunft, bei der Tourismus eine wichtige Rolle spielt. Große Tierherden sind hier beheimatet.

Selbstverständlich sind in Botswana die Big Five vertreten - Elefant, Spitz-und Breitmaulnashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Sie wurden übrigens nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer Gefährlichkeit beim Jagen früher so genannt. 120.000 Elefanten sind allein im Chobe Nationalpark zuhause, auch Flusspferde und Krokodile. In Botswana leben 200.000 Dickhäuter, ein Drittel aller Savannen-Elefanten Afrikas. Im Okavango-Delta bekommen Safari-Teilnehmer mit etwas Glück eines der seltenen White Rhinos zu sehen. Da hier die Lebensbedingungen viel besser sind und die Regierung gegen Wilderer konsequent vorgeht, werden Nashörner aus anderen südafrikanischen Ländern nach Botswana umgesiedelt. Ein solcher Umzug verschlingt pro Tier 70.000 bis 100.000 US-Dollar.

Die Botswana Tourism Organization (BTO) engagiert sich in vielen Projekten zur Bewahrung der Tierwelt des Landes. So bemüht sich die BTO, Gelder für eine Nashorn-Taskforce namens Central Rhino Operations Unit aufzubringen, u.a. mit dem Flugnavigations-Event Race for Rhinos. Es wird auf dem Destination Day am 9. März im ITB Kongress vorgestellt. Die Rettung der Rhinos ist den Botswanern echte Herzensangelegenheit, es geht darum, die schutzlose, vom Aussterben bedrohte Art für die Menschheit zu erhalten. 2014 wurde Rhino Conservation Botswana (RCB) ins Leben gerufen. Als Schirmherr der international arbeitenden Organisation folgte dem Präsidenten, Lieutenant General Seretse Khama Ian Khama, sein Bruder Tshekedi Khama. Der Minister für Umwelt, Natural Resources, Conservation und Tourismus ist auch Vorstandsmitglied des Tlhokomela Trust. Die zwei Jahre junge Public-Private Partnership-Stiftung kümmert sich um die bedrohte Tierwelt und ist Partner des Giants Clubs. Damit ist Botswana neben Kenia, Gabun und Uganda das vierte Land, das die afrikanische Elefanten-Population gegen den illegalen Elfenbeinhandel schützen und erhalten will. Stolz ist das Land auch, den ersten Elefanten Zensus überhaupt erhoben zu haben. 

Engagement wird gewürdigt

Zebras und Giraffen, die sich besonders im südwestlichen Teil des Okavango-Deltas beobachten lassen, Flusspferde und Flamingos, die in der Regenzeit entstehende flache Seen bevölkern – auch sie gehören zu den Stars, die auf Safaris hautnah erlebt werden können. Für Michael Merbeck, Afrika-Spezialist und Geschäftsführer des Reiseveranstalters Abendsonne Afrika, haben Safaris in Botswana etwas Exklusives: „Das Land ist dünn besiedelt, hier drängen sich nicht zehn Jeeps an einer Wasserstelle und schauen einem Elefanten beim Baden zu.“ Nicht nur für einige bedrohte Säugetierarten ist Botswana Zufluchtsort, darunter der Afrikanische Wildhund und die Schabrackenhyäne, sondern auch für bedrohte Vogelarten wie Kapgeier und Klunkerkranich.

National Geographic Traveller würdigte das Engagement und erklärte Botswana 2015/2016 zum Partnerland. Eindrucksvolle Dokumentationen unter dem Hashtag #Savage Kingdom über die Tierwildnis in Botswanas Lebensräumen sind entstanden und online im NatGeo Wild-Kanal zu sehen.  Für sein bewusstes Bewahren gefährdeter Wildtiere wurde Botswana letztes Jahr auf der ITB Berlin 2016 mit den World Legacy Awards ausgezeichnet, es war Lonely Planets Destination des Jahres. Die UNWTO nahm drei Schutzgebiete, das Okavango Delta, den Chobe Nationalpark und das Makgadikgadi Game Reserve, in die Liste der Top 100 Green Destinations auf. 2017 gehört Botswana zu den Nominierten für den WTTC Tourism for Tomorrow Award.

40 Prozent des Landes sind geschützt

Die Republik Botswana ist ein Binnenland ohne Badestrände. Sie grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden an Namibia, im Nordosten an Sambia und Simbabwe. In der Fläche ist der Staat eineinhalbmal so groß wie Deutschland, zählt aber nur knapp zwei Millionen Einwohner. Über zehn Prozent von ihnen wohnen in der Hauptstadt Gaborone. Botswana ist ein Hochland, die meisten Regionen liegen 1000 Meter hoch, Hügel gibt es nur wenige. Savannen, Buschland und Sümpfe gestalten das Land vielfältig. Wichtigstes touristisches Kapital, festgehalten im National Development Plan (NDP11), sind die National- und Wildparks, die mit 52.000 Quadratkilometern fast 40 Prozent der Landesfläche bedecken. Präsident Lieutenant General Seretse Khama Ian Khama ist selbst erfahrener Buschmann und hat mit an vorderster Front gewirkt.

Die Gefahr, in der Einsamkeit auf wildernde Banden zu treffen, die in einigen anderen afrikanischen Staaten durchaus besteht, existiert in Botswana nicht. „Es gibt keine Wilderei“, betont Michael Merbeck, Safari-Selbstfahrer mit mehr als 150.000 Kilometern im südlichen und östlichen Afrika, „es wird auch nicht für den Topf gejagt.“ Er unterstützte Botswanas Botschafterin in Deutschland Tswelopele C. Moremi auf der Publikums-Pressekonferenz mit einem persönlichen Redebeitrag. Viel eher kann es Touristen widerfahren, dass beim über Land reisen plötzlich in ihrer Nähe ein Hubschrauber landet. Die Besatzung, Mitglieder der Botswana Defence Force, hat den Auftrag, den Wildbestand und illegalen Handel mit Wildtrophäen zu kontrollieren.

Sabine Neumann und Horst Schwartz

www.botswanatourism.co.bw/

www.rhinoconservationbotswana.com

channel.nationalgeographic.com/wild/savage-kingdom/videos/saba-the-phantom-assassin/

Download des ITB Spezial Report Botswana und digitale Pressemappe mit Report Eröffnungs-Pressekonferenz hier: http://events.techcast.com/itb-presse/de/

Shop Women's Boots

ITB Berlin auf Facebook

ITB Berlin auf Twitter