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Comeback der Silk Road: Selbst Güterzüge werben für die Seidenstraße

Die historische Seidenstraße feiert als touristisches Silk Road Projekt international ein unglaubliches Comeback. Das alte, weit verzweigte Netz historischer Handelswege kurbelt quasi als „neue Seidenstraße“ nicht nur den Tourismus, sondern regional auch Wirtschaft und Wissenschaft an, bringt politische Kooperation und etliche Visaerleichterungen. Das ist wichtiges Fazit des 9. Silk Road Ministertreffens auf dem ITB Berlin Kongress.

Der Weg zu einer vereinten, visafreien Seidenstraße ist noch weit. „Aber es gibt enorme Fortschritte“, sagt Patrick Fritz, der das Silk Road-Projekt in der UNWTO leitet. Die Seidenstraße, ihre Geschichte, kulturelles Erbe und aktuelle Chancen werden auch zu neuem Lehr- und Lernstoff an einigen Hochschulen und Akademien. Fritz nannte in diesem Zusammenhang auch eine Universität in Thessaloniki sowie Einrichtungen in Spanien und Usbekistan. Secretary-General der World Tourism Organization (UNWTO), Zurab Pololikashvili, betonte erneut, die Silk Road habe „riesige Verbesserungen auf den Weg gebracht in den vergangenen Jahren“. Insgesamt 34 Staaten von Europa bis Südostasien arbeiten zusammen bei Marketing, Werbung, Capacity Building, Tourismusforschung und länderübergreifenden Reiseprojekten. Und das Bewusstsein in diesen Ländern wachse, dass der Tourismus auch seinen Beitrag zur Erhaltung der Kultur, Umwelt und sozialem Verständnis leisten müsse, sagte der Generalsekretär.

Besonders China nutzt die Marke Silk Road, um weltweit für die Erweiterung der Infrastruktur und andere Investitionen zu werben. Dazu gehört auch eine neue Güterzugverbindung von China nach Deutschland, die über 10.000 Kilomter lang ist und durch Kasachstan, Russland und Polen führt. Vor einigen Wochen veröffentlichten Medien etlicher Länder dazu Fotos und Berichte aus China und Deutschland. Am Rande des Ministertreffens sprachen etliche Teilnehmer positiv über diese PR-Aktion. Reisen in die Regionen der Seidenstraße bringt noch etliche Herausforderungen. Positiv: Die meisten Staaten haben laut UNWTO ihre Einreiseregelungen vereinfacht. Beispiele sind Visa on arrival und E-Visum. Manche haben ihre Einreisebeschränkungen vollständig abgeschafft. Usbekistan und Kasachstan planen ein gemeinsames Silk Visa. Das könnte dann auch die übrigen zentralasiatischen Republiken einschließen.

Auch Länder unterschiedlicher politischer Interessen und Religionen wie Russland, China, Irak, Iran, Saudi Arabien, Mongolei, Malaysia, Indien, Kambodscha, Türkei, Ukraine, Ägypten, Georgien, Bangladesch und Thailand sitzen bei den jährlichen Silk Road Treffen auf der ITB Berlin an einem Tisch. Die Hauptroute der historischen Seidenstraße verknüpft das Mittelmeer mit Nahost und Ostasien. So gehören auch Italien, Türkei und Indonesien zu den Seidenstraßen-Nationen. Diese Route fasziniert seit Jahrhunderten Händler, Historiker, Forscher und heute auch Abenteuer-, Kultur- und Ökoreisende aus aller Welt.

Bernd Kubisch

www.UNWTO.org http://silkroad.unwto.org/

Pressekontakt: Patrick Fritz

E-Mail: silkroad1@unwto.org

Tel.: +34 91 56781 37

photo credit: Pixabay

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