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Dark Tourism: News aus Malaysia - ITB Berlin Partnerland 2019

Das Penang War Museum ist das größte Kriegsmuseum in Südostasien – ein mysteriöser Ort, der zu Recht Ghost Hill genannt wird.

Das Penang War Museum ist das größte Kriegsmuseum in Südostasien – ein mysteriöser Ort, der zu Recht Ghost Hill genannt wird.

An der Südküste von Penang, rund 16 Kilometer von George Town entfernt, befindet sich in Bukit Batu Maung das Penang Kriegsmuseum. Nach dem Rückzug der japanischen Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs fürchteten die Einheimischen die Gegend. Geschichten über Gräueltaten, die mit jeder Erzählung immer entsetzlicher wurden, brachten dem Ort den Namen Ghost Hill ein. Heute stellt die große historische Befestigungsanlage eine Vielzahl verschiedener Kriegsausrüstungen aus und zeigt epochale Zeitlinien von militärischen Auseinandersetzungen.

Johari Shafie, ein Geschäftsmann aus dem nördlichen Kedah-Staat von Malaysia, startete 1993 ein Projekt zur Wiederherstellung der Festung. Im März 2002 billigte die Regierung des Bundesstaates Penang seinen Vorschlag. Der Dschungel wurde begehbar gemacht, Gebäude restauriert und viele Ausstellungsstücke aus anderen Sammlungen erworben. Berichten zufolge wurde das alte Fort „exorziert, um die Geister zu entfernen“. Ende 2002 öffnete das Penang Kriegsmuseums zum ersten Mal seine Pforten.

Für die Erkundung des acht Hektar großen Geländes sollten Besucher einen ganzen Tag einplanen. Zu besichtigen sind unter anderem die Kanonen-Feuerbucht, Flak-Abschussrampen, Schlafquartiere für Soldaten, das Kochhaus und die Kommandozentrale. Die meisten Gebäude und Einrichtungen sind noch im gleichen Zustand wie damals. Dadurch geben sie einen authentischen Einblick, unter welchen Bedingungen die Soldaten früher lebten.



Die Baracken sind nach den militärischen Rängen geordnet: britische Offiziere und andere Dienstgrade, Indianer und Malaien. Das Museum beherbergt historische Artefakte sowie militärische Tunnel und Munitionsbunker, die sich neun Meter unter der Erde befinden. Einige der Tunnel führen bis zum Meer, da sie früher als Zugangswege zu U-Booten dienten. Oft müssen die Besucher durch niedrige Gänge kriechen oder sich durch sehr enge Räume schlängeln. Mittlerweile zählt das Penang Kriegsmuseum zu den zehn meist frequentierten Orten in Asien. Auch Fans des „Geister-Tourismus“ sind fasziniert von der sagenumwobenen Befestigungsanlage.

Mehr Informationen unter: https://tourmab.com/category/news/

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