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Digitaler Trost: Im Zuge der Corona-Krise treiben viele Attraktionen weltweit das Angebot an digitalen Erlebnissen voran

Rijksmuseum in Amsterdam, photo by Václav Pluhař

Seit dem Beginn der Corona-Krise ist sich die Welt zumindest in einem Punkt einig: Diese außergewöhnliche Zeit treibt die Digitalisierung in vielen Bereichen des Lebens voran. Dies gilt auch für touristische Attraktionen – insbesondere für kulturelle Einrichtungen. Ob Museum, Theater oder Opernhaus: Zahlreiche Institutionen setzen jetzt auf digitale Inhalte, überbrücken die Zeit ihrer Schließung und versüßen alldenjenigen die Zeit, die gerade zu Millionen in ihren eigenen vier Wänden verweilen müssen, ohne die Destinationen der Welt samt ihren Sehenswürdigkeiten besuchen zu können. Neben kulturellen Institutionen haben auch Attraktionen wie etwa Zoos oder Safariparks Lösungen gefunden, die Zeit der Besuchs-Abstinenz zu überbrücken.

Die Kulturbranche zeigt sich aktuell überaus kreativ. In Wien sorgt zum Beispiel das Kunsthistorische Museum für 3D-Touren mit VR-Brille, so dass Interessenten digital Werke aus dem Mittelalter sowie eine Sammlung von Schätzen aus Ägypten bestaunen können. Das New Yorker Guggenheim Museum punktet bei Online-Besuchern mit professionell aufbereiteten Artikeln und Videos zu seinen Ausstellungen. In Audiobeiträgen informiert es zudem über die Geschichte des Hauses. Das Musée d’Orsay in Paris bietet einen virtuellen Rundgang an und das Rijksmuseum in Amsterdam ermöglicht eine Tour über Google Street View. Google kommt überhaupt eine bedeutende Rolle im Hinblick auf die Digitalisierung von Kulturangeboten zu. Die Webanwendung des Internet-Giganten ermöglicht umfangreichen Zugriff auf Werke sowie virtuelle Rundgänge zu einer Vielzahl von Museen und Ausstellungen weltweit – darunter auch hochauflösende Aufnahmen von Kunstwerken wie der „Sternennacht“ von Van Gogh, die sich im New Yorker MoMA befindet.

Auch in puncto Musik müssen Kultur-Begeisterte derzeit nicht gänzlich verzichten. Online-Inhalte können Internet-User beispielsweise bei der Sydney Opera genießen – neben Bühnenstücken in voller Länge hält das Haus auch exklusive Interviews sowie wertvolles Archivmaterial für Interessierte bereit, die zuvor noch nicht zu sehen waren. Digitale Konzerte gibt es zudem auf der Website der Berliner Philharmoniker sowie der Hamburger Elbphilharmonie. Die Oper von Monte Carlo macht vereinzelt Stücke bei YouTube verfügbar. Eine nützliche Quelle für alle, die sich nach Kultur sehnen, bietet der pan-europäische TV-Sender Arte, der unter dem Titel Arte Concert zahlreiche Bühnenstücke zeigt. Neben klassischen Stücken wie Mozarts Entführung aus dem Serail sowie dem Rockmusical Jesus Christ Superstar von Andrew Lloyd Webber werden auch die deutlich jüngeren Zielgruppen angesprochen. Für sie gibt es unter dem Motto „United we Stream“  berühmte DJ’s als Stream zu sehen.

Digitale Innovation zeigt sich auch im Bereich der weltweiten Freizeit-Attraktionen. Auch hier gibt es eine Reihe von interessanten Beispielen, wie sich das Adrenalin aus dem echten Leben zumindest in gewissen Maßen ins Netz bringen lässt. Disney World bewirbt nun verstärkt seinen YouTube-Kanal Virtual Disney World, auf dem sich digital rasante Fahrten in Achterbahnen vornehmen lassen. Darüber hinaus sind Touren durch unterschiedliche Teile des Themenparks möglich. Wer die Bewohner von Tierparks vermisst, findet auf der Seite des Phoenix Zoo in Arizona einige digitale Angebote im Rahmen der sogenannten Digital Safari – darunter Live-Videos, Blogs, zahlreiche Bilder oder Experten-Talks.

Städtetouristisch kann bestimmt noch nachgelegt werden: zum Beispiel mit www.traeumdichnachsachsen.de/ oder #discovergermanyfromhome von der DZT.

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