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Disruptive Herausforderung: UNWTO untersucht Plattform-Angebote

Dr. Taleb Rifai, Generalsekretär der UNWTO

Dr. Taleb Rifai, der Generalsekretär der UNWTO, fand deutliche Worte zur Situation der Reisebranche: „Wir haben ein Problem mit Innovation und mit Outside-of-the-box-Denken“, sagte er auf der ITB Berlin und skizzierte kurz darauf, wie sich die Tourismusbranche auf neuen P2P- und Plattform-Angeboten einstellen solle: „Wir sollten es nicht bekämpfen, denn es hat viele gute Elemente, aber wir sollten wissen, wie wir damit umgehen“, erklärte Rifai, der darauf verwies, dass es um kommerzielle Dienstleistungen gehe, die über digitale Plattformen angeboten werden, und nicht um ehrenamtliches Tauschen oder Teilen.

John Kester, der für die UNWTO derzeit eine Studie zum Thema durchführt, und bereits mehr als 100 Antworten aus verschiedensten Ländern ausgewertet hat, betonte, dass die Plattformangebote insgesamt zum Wachsen des Tourismussektors beitragen würden, weil das Reisen für neue Bevölkerungsteile zugänglicher würde und die Menschen ermutigt würden, öfter zu reisen. Für bestehende Anbieter freilich seien die neuen Trends eine disruptive Herausforderung.

Kester zeigte fünf Felder auf, in denen sich die Reisebranche auf neue Angebote einstellen müsse: Information, Unterkunft, Transport, Nahrung und Aktivitäten. Das Aufkommen der neuen Plattformen in diesen fünf Bereichen werfe eine Reihe von Fragen auf, diese beträfen insbesondere die Themen fairer Wettbewerb, Tourismusplanung und Nachhaltigkeit, den Verbraucherschutz sowie die Arbeitsbedingungen der Leistungsanbieter. Für touristische Anbieter, so erläuterte Kester, komme es darauf an, die häufig technologiegetriebenen Entwicklungen zu verstehen und zu beobachten, das eigene Angebot zu modifizieren und anzupassen sowie Schutz- und Regulierungssysteme zu schaffen.

Rainer Heubeck

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