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Die drei Top-Themen der ITB Berlin 2019

„Touren & Aktivitäten“ – endlich mobil buchen

Nach Flugreisen und Hotels ist die Freizeitgestaltung der drittgrößte Tourismusbereich – und der am schnellsten wachsende. Während in den ersten beiden Bereichen Online-Buchungen bereits Alltag sind, steckt das mobile Internet bei „Touren und Aktivitäten“ noch in den Kinderschuhen. Mobile Buchungsmöglichkeiten in diesem Segment waren Thema der Podiumsdiskussion auf dem neu eingerichteten Forum für Technology, Tours & Activities (TTA) der ITB Berlin, moderiert von Charlotte Lamp Davies.

Die Debatte eröffnete Lukas Hempel vom Berliner Unternehmen Bookingkit. Nichts weniger als die Digitalisierung des „Touren und Aktivitäten“-Segments hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Bookingkit stellt Unternehmen von Freizeitaktivitäten die Plattform zur Verfügung, auf der ihre Angebote angezeigt und gebucht werden können. Mobile Buchungsmöglichkeiten sind für diesen Sektor besonders wichtig, weil Reisende so spontane Entscheidungen treffen können: Kochkurse, Segway-Touren oder eine Safari lassen sich vor Ort recherchieren und die Buchungen gleich online abwickeln.

Individualisierte Erlebnisse werden so möglich, „abseits der Crowd“, verspricht der Intrepid-Ableger „Urban Adventures“, der von Klaudija Janzelj vorgestellt wurde. Das Unternehmen bietet geführte Touren in kleinen Gruppen. Reisende können in Städten wenig bekannte Orte besuchen, speisen, trinken oder in exklusiven Geschäften einkaufen.

Daten über das Freizeitverhalten der Kunden, die über mobile Apps gewonnen werden, eröffneten „riesige Möglichkeiten“, so Jonne de Leeuw vom Risikokapitalgeber HPE Growth Capital. Via „Künstlicher Intelligenz“ würden zukünftig die Preisgestaltung und die Buchungsmöglichkeiten auf  den Plattformen optimiert. Für Gordon Freiherr von Godin, Betreiber des Berliner DDR Museum, ist die mobile Buchung erst ein Anfang. Er wünschte sich, dass in die mobilen Buchungs-Apps künftig auch mobile Zahlungsmethoden integriert werden.

Mirko Heinemann

Hallo 71.b eTravel Lab

photo credit: PIXABAY

Aktuelle Studie: Overtourism aus der Sicht des Reisenden

Drei Euro „Eintrittsgeld“ werden in diesem Jahr erstmals von Touristen erhoben, um der wachsenden Touristenströme in der Lagunenstadt besser Herr zu werden. Dies ist ein Beispiel, wie weltweit stetig zunehmender „Overtourism“ vielleicht gemanagt werden kann. Doch wie sensibel sind die Reisenden selbst inzwischen, und was können sie beitragen, um die Last in den Hotspots des Tourismus besser zu verteilen?

Im Rahmen des ITB Berlin Kongresses stellte Sharry Sun, bekennende Kosmopolitin und Global Head of Brand der Internetplattform Travelzoom, die neue und gemeinsam mit der ITB Berlin erstellte Studie „Overtourism und Umweltschutz: Einstellungen und Verhalten internationaler Touristen“ vor. Sie untersuchte zwischen Dezember 2018 und diesem Januar unter rund 8.000 Befragten aus acht Ländern auf drei Kontinenten, welche Gruppen das Phänomen wie wahrnehmen und wie sie ihm zu entgehen versuchen.

„Die zwanzig am stärksten besuchten Destinationen der Welt ziehen so viel Interesse auf sich wie alle übrigen Reiseziele,“ nennt Frau Sun eine erstaunliche Zahl zur Einführung. Statt des negativ besetzten „Overtourism“ führte sie „Overcrowded Destination“ als Begriff ein, der definiert ist über ein offensichtliches Ungleichgewicht aus Angebot und Nachfrage. Der Grad der Erkenntnis dieses Ungleichgewichts ist unter den Befragten hoch – 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass mehr getan werden muss, um den Massentourismus zu begrenzen. „Das ist ein hoher Wert, der aber weiter wachsen sollte“, so Frau Sun. Ein großer Teil der Befragten ist dabei bereit, mehr Geld auszugeben, um auf weniger Touristen zu treffen, aber auch, um Umwelt und Infrastruktur zu schützen. Allen Klischees zum Trotz ist das Problembewusstsein bei Chinesen besonders hoch – wohl, weil diese aus eigener leidvoller Erfahrung die negativen Auswirkungen kennen, so Sharry Sun.

Praktikable Vorschläge, um den negativen Auswirkungen des Massentourismus besser zu begegnen, hat Frau Sun dem interessierten Auditorium auch mit auf den Weg gegeben: „Alternatives Reisen ist die Kernbotschaft von Travelzoo. Das können Jahreszeiten jenseits der Hauptsaison sein, die stärker beworben werden sollten, aber auch Attraktionen im Umland abseits der Hotspots.“

Dr. Robert Kluge

www.travelzoo.com

Pressekontakt: Verena Keimer

vkeimer@travelzoo.com

Tel.: +49 160 883 60 9

Online-Buchungen auf der Überholspur

Bei der Buchung von bis zur viertägigen Kurzreisen lagen Online-Buchungen schon bisher vorne. Im Jahr 2018 sind in Deutschland nun erstmals auch mehr längere Urlaubsreisen online gebucht worden als im persönlichen Gespräch. Dies ergab die “Reiseanalyse 2019” der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), deren wichtigste Erkenntnisse zum digitalen Buchungsverhalten im Rahmen des VIR Online Summits auf der ITB Berlin von Ulf Sonntag vorgestellt wurden. Der Vorsprung der Online-Reisebuchungen bei den längeren Reisen ist zwar noch vergleichsweise dünn, der Trend zeigt jedoch in eine klare Richtung. Neben den Verbesserungen der digitalen Technologien führen auch die demographischen Verschiebungen langfristig zu einem höheren Onlineanteil. Interessante Einblicke in das Thema gewährt VIR-Vorstand Michael Buller im Kurzinterview.

ITB Berlin 2019: Michael Buller, chairman of the VIR (Verband Internet Reisevertrieb):

ITB Berlin 2019: Michael Buller, chairman of the VIR

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