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Fußball-WM: Auch wer Tore schießt, kann Touristen locken

Costa Rica und Kolumbien sagen „Danke Brasilien“. Denn diese beiden Länder haben wie der Gastgeber von der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr touristisch profitiert. Kampf und Tore von sympathischen Außenseitern locken ebenso Touristen nach der WM an wie die Lebensfreude, Gastfreundschaft und gute Organisation Brasiliens. Leider sorgten überzogene Hotelpreise während der WM für ein zeitweilig schlechtes Image. Das ist ein wichtiges Fazit des Lateinamerika-Forums „Mega-Sport Events in Latin America“ auf dem ITB Berlin Kongress 2015. Veranstalter war die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE).
„Wir haben in Brasilien als krasser Außenseiter die ‚Todesgruppe‘ mit England, Uruguay und Italien gewonnen und schwimmen auch deswegen heute noch auf einer Sympathiewelle", sagte Wilhelm von Breymann, Tourismusminister von Costa Rica. Nun habe sich sein kleines Land, das weltweit einen guten Ruf als Ziel für Ökotourismus habe, zusätzlich einen guten Namen gemacht. Das bringe viele neugierige Touristen in das zentralamerikanische Land.
Die Frage der ARGE bei deutschen Lateinamerika-Veranstaltern, ob sportliche Groß-Events das Geschäft mit den Nachbarländern beeinflussen, hat die Mehrheit positiv beantwortet. "Die gesamte Region profitiert von dem Image-Gewinn des Gastgeberlandes oder vom positiven Image einiger Teilnehmer des großen Events", sagte ARGE-Vorsitzender Andreas M. Gross.
Costa Rica erhielt schon bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland einen Sympathie-Bonus. Die WM 2014 habe auch gezeigt, wie das unsportliche Verhalten eines einzelnen Spielers - Luis Suárez aus Uruguay - ein Negativ-Image transportieren könne. Gross: „Einer der deutlichen Sympathie-Gewinner der WM war auch Kolumbien.“
Brasiliens Metropole Rio de Janeiro ist Ausrichter der Olympischen Spiele 2016. Michael Nagy, Commercial Director, Rio Convention & Visitors Bureau, betonte, in Sicherheitsfragen habe sein Land von der Fußball-WM viel Praxis bekommen und etliches gelernt. Trotz kritischer Vorberichterstattung in den Medien habe es keine Probleme gegeben. „Es war eine friedliche WM.“
Kritisiert wurde auf dem Kongress der internationale Fußballverband. DERTOUR-Direktor Tom Rostek rügte, dass die FIFA viel zu viele Hotel-Kontingente in Brasilien geblockt habe. Als viele Zimmer dann plötzlich freigegeben wurden, sei dies viel zu spät gewesen, um diese möglichen WM-Touristen zu vermitteln. Rostek beklagte auch die extrem hohen Hotelpreise während der WM.   Bernd Kubisch

http://www.lateinamerika.org/
Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika Halle 1.1/107
Pressekontakt: Andrea Trempel
E-Mail: andrea.trempel@lateinamerika.org
Tel.: + 49 176 6827 4943
 

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