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Große Pläne für eine attraktive Insel: News aus Malaysia - ITB Berlin Partnerland 2019

Dato’ Haji Azizan Bin Noordin is the CEO of Langkawi Development Authority (LADA) and is Vice Chairman of PATA and Chairman of the organisation’s Government Destination Sub-Committee.

Langkawi ist einer der absoluten Besucher-Magnete des Landes. Fragen an Dato‘ Haji Azizan Bin Noordin, CEO Langkawi Development Authority (LADA).

Was ist die maßgebliche Rolle von LADA?

Lada wurde im Jahr 1990 gegründet, um die Entwicklung der Insel zu beaufsichtigen – insbesondere um Investment anzuziehen, aber auch um den Tourismus aufzubauen und die kommunale Entwicklung voran zu treiben. Seit meinem Einstieg liegt ein Schwerpunkt auf Events. Alleine im vergangenen Jahr hatten wir insgesamt 35 Großveranstaltungen – durchschnittlich also drei pro Monat. Sie haben maßgeblich zum Wachstum der Insel beigetragen, aber ebenso die Airlines. Die Kapazität der Flüge ist um 20 Prozent gestiegen. Für 2018 erwarten wir rund vier Millionen Passagiere. Bis Ende 2020 sollen es sogar fünf Millionen sein. Im vergangenen Jahr stieg die Gesamtzahl der Gäste um acht Prozent.

Wie sieht es mit Gästen aus Europa und anderen „westlichen“ Ländern aus?

Europäer entdecken Langkawi zunehmend. Zwischen der Woche vor Weihnachten und Ende Januar war zuletzt alles belegt und nur wenige Malaien zu Gast. Zur gleichen Zeit fanden das Blues Roots Aseana Music Festival und das Island Music Festival statt. Dieses Jahr werden wir unsere Promotion-Aktivitäten noch verstärken – entsprechend haben wir eine Menge Anfragen für Investment erhalten. Wir bekommen vor allem Anträge für den Bau neuer Hotels. Derzeit haben wir rund 10.500 Zimmer in Drei- bis Fünf-Sterne-Häusern – dies schließt Airbnb und Budget-Hotels noch nicht mit ein.

Welche Projekte sind in Planung?

Gerade fertiggestellt wurde zum Beispiel das Ritz-Carlton. Zudem sind das Park Royal sowie einige weitere hochwertige Häuser geplant. Durch unsere verstärkte Promotion in diesem Bereich 2018 hoffen wir auf noch mehr Luxus-Resorts. Wir denken, dass Langkawi das „Monaco des Ostens“ werden könnte. Interessanterweise besteht die Inselgruppe aus 99 Eilanden, die gemeinsam den UNESCO Global Geopark bilden, auch bekannt als LUGG. 2018 wird das Jubiläum sein und im kommenden Jahr werden UNESCO-Vertreter zu uns kommen, um den Titel zu erneuern. Der Boden, auf dem wir stehen ist rund 450 Millionen alt und damit älter als der Amazonas. Geo-historisch war Australien einst Teil der Inseln. Heute sind lediglich drei der 99 Eilande bewohnt – etwa wie auf den Malediven. Es wäre denkbar, einige davon zu exklusiven Resorts zu machen. Der Unterschied zu den Malediven ist, es sind keine Atolle, sondern wahre Inseln.

Welche unterschiedlichen Produkte in puncto Tourismus werden derzeit entwickelt?

Langkawi gilt als „Reis-Schüssel“ des Landes. Die Nummer 1 Attraktion in dieser Hinsicht ist immer noch das Museum, das Besucher über die Ernte und Verarbeitung informiert. Es gibt neun Felder, wo Menschen aus erster Hand erfahren können, wie es ist, Reis anzubauen. Darüber hinaus verfügen wir über Pregnant Maiden Island mit ihrem See. Es handelt sich hierbei um ein Süßwasser-Gewässer, hoch-alkalisch aufgrund des Kalksteins. Die Entfernung vom See zum Meer beträgt nur etwa fünf Meter. Erreichen können Besucher die Insel in lediglich 30 Minuten von der Hauptinsel. Besonders arabische und chinesische Gäste unternehmen gerne einen Ausflug hierher. Darüber hinaus gibt es Jet Skis. Touren sind über den Anbieter Mega Water Sport buchbar – rund um die Insel in fünf Stunden. Nicht zuletzt werden seit Kurzem Heli-Touren angeboten. Für die abenteuerlustigen Besucher gibt es die Umgawa Zipline. Sie können sich über einen Wasserfall gleiten lassen und beeindruckende Aussicht genießen. Das Gelände umfasst zwölf Ziplines und vier Hängebrücken.

Was sind zusammengefasst Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Verkaufsargumente der Insel?

Das ist praktisch die Million-Dollar-Frage. Nummer eins ist der Status eines Geoparks. Darüber hinaus haben wir den strahlend blauen Himmel, das unberührte Meer und die Strände. Nummer zwei sind die Attraktionen. Wir haben den Berg sowie die Seilbahnen – die Bootsfahrten, um zu den Eilanden zu gelangen. Und drittens die Kultur und die Menschen hier.

Wie sieht die Zukunftsvision im Tourismus für Langkawi aus?

Im Hinblick auf Zahlen möchten wir bis 2020 fünf Millionen Gäste hier begrüßen. Um das zu erreichen, brauchen wir mehr Airlines mit mehr direkten Flügen. Daher arbeite ich daran, mehr Verbindungen aus China, Hong Kong, Korea aber auch aus Indien zu gewinnen. Überaus attraktiv wäre auch ein direkter Flug aus einem Teil Europas. Ein Markt, auf den wir uns sehr konzentrieren, ist der Osten Russlands, der geografisch nicht weit von uns entfernt liegt. So war ich zum Beispiel mehrere Male bereits in Vladivostok. Derzeit kommen russische Reisegruppen mit Korean Airlines. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg dürften internationale Hotelketten sein. MICE ist ebenfalls ein Wachstums-Segment für uns. Wir verfügen über zwei sehr moderne Kongress-Zentren dafür: das Langkawi International Exhibition Centre sowie die Massouri Hall, die unter dem Management von LADA steht. Nicht zuletzt ist es für uns wichtig, die jungen Leute der Insel zu ermuntern, in Langkawi zu bleiben und hier zu arbeiten. Rund 80 bis 90 Prozent der Menschen, die in unseren Hotels angestellt sind, kommen von hier. Entsprechend werden die Häuser hier kaum von ausländischer Seite betrieben – nur in den hohen Management-Positionen. Davon abgesehen sind alle Mitarbeiter ortsansässig.

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