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Handwerkskunst vom Feinsten: Sachsens facettenreiche Manufakturgeschichte

With variety and concentration: musical instrument maker in his element

Sachsen ist ein Bundesland mit einem reichen kulturellen Erbe. Die facettenreiche, überaus lebendige Manufakturgeschichte trägt entscheidend zum Ruf als erlebnisreiches Kulturreiseziel bei. Der größte Nussknacker, das älteste eingetragene Markenzeichen oder die größte spielbare Geige - in Sachsen haben viele lebendige Handwerkskünste ihren Ursprung und halten weltweit Rekorde. Die Künste traditioneller und seltener Handwerke, die über Generationen in Manufakturen weitergegeben werden, reihen sich in Sachsen wie die Perlen einer Kette aneinander. Und fast überall kann man den Meistern bei der Arbeit über die Schultern schauen. Hier stellen wir Ihnen nur einige der traditionellen Künste Sachsens vor:

Die gekreuzten Schwerter

Wer das älteste eingetragene Markenzeichen der Welt kennen lernen möchte, findet es in der Porzellanmanufaktur Meissen. Seit 1710 stehen die blauen, gekreuzten Schwerter weltweit für höchste Qualität. Weiße Tonerde – das Kaolin – ist der Schlüssel zur signifikanten Strahlkraft des „Weißen Goldes“. Zum Porzellanschatz der Manufaktur gehört der weltweit größte und ältesten Bestand an Gipsformen, historischen Modellen und Vorlagen, die je in der Manufaktur geschaffen wurden: Figuren, Plastiken und Skulpturen, Service bis hin zu unikalen Kunstwerken.

Zeit – Kostbares Gut

Mit der Marke „Glashütte“ ist eines der bekanntesten Zentren der Uhrmacherkunst verbunden – und das bereits seit 1878! Im Deutschen Uhrenmuseum illustrieren über 400 Exponate die Geschichte der Uhrmacherkunst hierzulande. Viele Ausstellungsstücke sind weltweit einmalig, darunter Taschen-, Armband- und Pendeluhren verschiedener Epochen, Marinechronometer und Gangmodelle.

Ein Himmel voller Geigen

Im Musikwinkel – dem Städtedreieck Markneukirchen, Schöneck und Klingenthal - werden seit mehr als 350 Jahren Musikinstrumente aller Art aus Holz und Blech in Handarbeit gefertigt. Sie zählen zum immateriellen Kulturerbe, denn die Vielfalt und Konzentration der Musikinstrumentenbauer ist weltweit einmalig. Namhafte Künstler spielen auf Instrumenten aus dem vogtländischen Musikwinkel. Das Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen beherbergt Raritäten wie die größte spielbare Geige oder zwei in eine Streichholzschachtel passende, winzige Geigen. Das Vogtland steht auch für feinsten „Zwirn“: die Plauener Spitze. Modedesigner bringen ihre Kreationen bis auf die Laufstege der Haute Couture. Ein Blick ins Deutsche Spitzenmuseum in Plauen lohnt sich.  

Nussknacker, Räuchermännchen & Co.

Schnitzen und Drechseln haben im Erzgebirge eine lange Tradition. Nachdem der Bergbau versiegte, waren es vor allem die Bergleute, die vor über 500 Jahren begannen, in meisterlicher Handarbeit Kunstwerke aus Holz herzustellen – als Gebrauchsgegenstand und zum Dekorieren. Und jedes Stück ist ein Unikat. Sie sind Teil des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge Krušnohoří“ und prägend für Sachsen. Übrigens: Eine Besonderheit ist das Reifendrehen. Aus einem Baumstamm entstehen Reifen, die in Präzisionsarbeit beim Drehen das Relief eines Tieres erhalten. Schließlich werden scheibchenweise Tiere aller Art abgeschnitten, mit geübten Händen geschnitzt und mit feinen Pinseln bemalt. Weil sie aus einem Reifen geboren werden, nennt man sie Reifentiere. Diese Handwerkskunst gibt es nur noch in Seiffen.

Der Ursprung aller Weihnachtssterne

In der Advents- und Weihnachtszeit leuchten sie in vielen Orten der Welt: Die Herrnhuter Sterne. Ihr Geburtsort ist die Brüdergemeine Herrnhut in der Oberlausitz. Das Markenzeichen des Sterns mit seiner 160-jährigen Geschichte sind seine 25 Zacken aus Papier oder inzwischen auch aus Kunststoff. Alles über ihre Geschichte und Entstehung liefert die Schauwerkstatt.  

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