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ifo Institut: Experten erwarten Abkühlung der Weltwirtschaft 2019

Wenn das ifo Institut nach den Weltwirtschaftstrends forscht, stellt es gut 1.000 Experten unter anderem zwei Fragen: Wie ist ihre wirtschaftliche Situation gerade? Und was erwarten sie für die nächsten sechs Monate – besser oder schlechter? Bis Mitte 2018 fiel die monatliche Antwort für Europa und Nordamerika durchaus positiv aus. Die Barometer standen auf „Boom“. Das hat sich Anfang 2019 deutlich geändert. Zwar sagen noch etwa 58 % der Befragten, es liefe gerade nicht so schlecht, doch sind die Erwartungen für in sechs Monaten eher negativ.

„Die Weltwirtschaft kühlt sich ab“, konstatierte ifo-Präsident Clemens Fuest heute auf dem ITB Future Day. „Noch ist das keine Rezession, wir schrumpfen nicht. Aber es wird mit einem deutlich schwächeren Wachstum gerechnet. Aus dem Boom sind wir raus.“

Für diese Entwicklung identifiziert Fuest drei Gründe, die er zugleich als Bedrohungen etikettiert:

  • Da sind die möglichen Handelskriege zwischen den USA und China sowie den USA und Europa, die schon jetzt die Atmosphäre verschnupften – und auf die Spitze getrieben vergiften könnten.
  • Da ist der mögliche kalte Brexit, der mit Unklarheiten hinsichtlich der Irland-Frage zur Last wird.
  • Da ist Italien, dessen Wirtschaft seit Gründung der Währungsunion stagniert und das seit den jüngsten Wahlen idealistische Fiskalpolitik inklusive Rückkehr zur Lira vorschlägt.

„Insgesamt produziert all dies politische Unsicherheit. Sie führt dazu, dass Unternehmen aller Branchen sich mit Investitionen zurückhalten“, folgert Fuest. Überdies würden Finanzierungen verweigert, wenn durchscheint, dass nicht geplant ist, die Kredite zurückzuzahlen.

Eine einfache Lösung hat der Professor für Volkswirtschaftslehre nicht, das wäre wohl auch unseriös. Doch sicher ist, dass diese Unsicherheit auch auf die Reise- und Tourismusbranche wirken wird.   

Isabel Bommer

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