Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Immer mehr „Modeberge“ locken Extremtouristen

Immer mehr Touristen entdecken das Hochgebirge. Es sei „kein Genuss“, den Kilimanjaro in der Schlange zu erklimmen, so  berichtete der Meteorologe des ARD-Morgenmagazins, Donald Bäcker, aus eigener Erfahrung. „Der Kilimanjaro ist in“ bestätigte der führende Tourismuswissenschaftler Professor Dr. Edgar Kreilkamp von der Leuphana-Universität Lüneburg. Gutbetuchte Extremtouristen werden inzwischen selbst von Expeditionen unter Sauerstoffgabe mit auf den Mount Everest geschleift. Das sei, als wenn man sich mit einem Leichtmotorrad an einem Radrennen beteiligt, sagte der Tiroler Bergsteiger Hans Kammerlander und bedauerte, dass der höchste Berg der Welt längst „ein Theater und ein großes Geschäft“  geworden ist. Weil die weltweite Zahl der „Modeberge“ wächst, forderte er Zulassungsbeschränkungen für unerfahrene Kletterer. Gemeinsam suchte man auf einer Podiumsdiskussion am CSR Day im Rahmen des Kongresses der ITB Berlin nach Strategien und Lösungen für den Tourismus in den sensiblen Hochgebirgsbereichen. Zugangsbeschränkungen zum Schutz  fragiler und knapper Ressourcen müssten durch höhere Preise ausgeglichen werden, so Klaus Lengefeld, Tourismusexperte der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit. Ein eigenwilliger Lösungsvorschlag kam vom ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer.  Da immer mehr Natur durch Technik ersetzt wird und man selbst in Dubai bereits in der Halle Skilaufen kann, sollte man für die Hochgebirgsfreunde mehr und größere Kletterwände bauen.     Rainer During
 

Air Jordan

ITB Berlin auf Facebook

ITB Berlin auf Twitter