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ITB Berlin Kongress: Hardware ist out – Luxushotels müssen mit Software überzeugen

Luxus, das haben wir längst gelernt, besteht für viele nicht mehr in Materiellem. Mit Statussymbolen in der Öffentlichkeit sichtbar werden zu müssen, gilt als neureich. Altes Geld sucht andere Werte: Privatsphäre, Sicherheit, Zeit – für sich und die Familie, sauberes Wasser, saubere Luft, kulinarische Genüsse, Raum statt Enge, Gesundheit und das Gefühl, dass etwas Einzigartiges speziell für diese Person und ihre Begleitung kreiert wird. „Viele unserer Gäste suchen nicht Unterhaltung – sie wollen etwas lernen und ihre Erfahrung mit der nächsten Generation teilen“, sagte Al Merschen, Principal von Myriad Marketing/MMGY Global, heute auf dem Luxusreise-Panel auf dem Marketing und Distribution Day des ITB Berlin Kongresses.  

Ob Dinner im Regenwald oder vor Anker in einer einsamen Bucht: Oft gehe es bei der Sehnsucht nach „Uniqueness“ um Naturerleben an den einsamsten Plätzen der Welt, weiß Arnaud Girodon, General Manager The Datai Langkawi. Manchmal aber auch nur darum, sich weit weg von zu Hause zu Hause zu fühlen, ergänzt Pierre Gugenheim, zuständig für die Beratung der Royals bei der Middle East International Group. Geborgenheit zählt, denn die Angst vor Kidnapping und dem Entdeckt-, Erkannt- und Verfolgtwerden reise häufig mit.

Das mache den Service so anspruchsvoll: „Wir finden kaum geeignetes Personal für unsere Charter-Yachten“, beschreibt Marcus Krall, Neugeschäftsmanager bei Ocean Independence. Er meint damit Menschen, die bereit und in der Lage sind, rund um die Uhr das Wohlbefinden anderer in den Mittelpunkt zu stellen. Auf engem Raum. Aus ganzem Herzen. Authentisch, unprätentiös und stets in der richtigen Dosierung aus Präsenz und Unsichtbarkeit.

Ein persönlicher Rat, eine Versicherung, dass eine Aktivität genau die richtige für die Person ist: Die „Software“ entscheidet, bestätigen die Panelisten. Eine standesgemäße Unterbringung wird vorausgesetzt. Und wer ihnen zuhört, fragt sich am Ende, ob sich die Bedürfnisse der Luxusreisenden so sehr von denen der „normalen“ Gäste unterscheiden.

Isabel Bommer

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