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ITB Berlin Kongress: Nachhaltigkeit finanzieren – aber wie?

Viele Touristiker übernehmen bereits Verantwortung für die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Aktivitäten. Dass es aber zusätzlicher Anreize bedarf, um die Nachhaltigkeit im Tourismus zu stärken, darüber waren sich die Vertreter staatlicher Institutionen auf dem Kongress der ITB Berlin einig.

Alain Dupeyras, Head of Regional Development and Tourism der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD, stellte Beispiele für staatliche Finanzierungsinstrumente vor: In Mexiko etwa wird Solarenergie für Hotels mit langfristigen Garantiekrediten gefördert. Auf den Balearen leisten Besucher eine Öko-Abgabe von zwei Euro pro Übernachtung. In London wurde mit Hilfe von Geldern nachhaltig orientierter Investoren ein leerstehendes Bürogebäude in ein „grünes Hotel“ umgewandelt. Neuseeland stellt 100 Millionen NZ-Dollar für Nachhaltigkeit im Tourismus zur Verfügung.

Und Australien will das Great Barrier Reef schützen, eine „touristische Großattraktion und ein Welterbe der Natur“, so der australische Generalkonsul Richard Leather. Mit dem Schutzplan „Reef 2050“ geht eine Milliarde Dollar über zehn Jahre in die Förderung von sauberer Energie, um die Wasserverschmutzung zu verringern.

Spanien hingegen verbindet flächendeckende Analyse mit gezielter Förderung und verknüpft damit Nachhaltigkeit mit der Digitalisierung. Vor Ort werden touristische Daten ermittelt, anschließend analysiert und der Förderbedarf ermittelt. Das Zauberwort lautet „Smart Destinations“, so Fernando de Pablo Martin vom staatlichen Tourismusunternehmen Segittur.

Mirko Heinemann

 

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