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ITB Berlin Kongress: Sharing Economy am Beispiel Berlin – starke Partnerschaft mit airbnb, um authentisch zu bleiben

„Alles ist super einfach und verständlich, gute Fotos, ansprechende Gestaltung und intensiver Content“, führt Phocuswright-Analyst Dirk Rogl als Moderator ins Thema „Sharing Economy – Chance oder Herausforderung für touristische Destinationen“ auf dem ITB Berlin Kongress ein. Der „Homelike-Markt“ der privat vermieteten Unterkünfte ist durch airbnb und weitere Plattformen stark gewachsen. In Deutschland buchen 15 Prozent der Besucher über airbnb. Die Auswirkungen des Wachstums für touristisch nachgefragte Städte wie Berlin diskutieren Alexander Schwarz, airbnb-General Manager Deutschland, Österreich und Schweiz und Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin. In Europa liegt Berlin auf Platz drei der City-Destinationen nach London und Paris und ist auf der Plattform stark nachgefragt.

Bei airbnb sind nicht Raum und Ort, sondern die Gastgeber Dreh- und Angelpunkt. Burkhard Kieker: „Durch die moderne, ansprechende Art der Präsentation ist airbnb für Berlin ein zentrales Gateway.“ Wichtig sei, dass die Hotels nicht leiden, sondern beide Bereiche ähnlich wachsen und partizipieren. Home-Sharing passe gut zur modernen weltoffenen Stadt. Nicht passen würde, wenn „die Balance kippt“. Kiekers Sorge: „Wenn das System so erfolgreich ist, dass es anfängt, die Bevölkerung in der Stadt beim Wohnraum zu bedrängen“. Wie seine Kollegen in Amsterdam oder Barcelona müsse er „aufpassen, dass Berlin authentisch bleibt“. Stichwort Overtourism. Als zweite Stadt nach Amsterdam strebt Berlin deshalb mit airbnb eine starke Partnerschaft an, um gemeinsam nach vorne zu schauen. „Wir müssen regeln, dass die Stadt so welcoming tolerant und weltoffen bleibt und sich nicht zu einem airbnb-Ferienwohnungs-Disney-Land verwandelt“, so Kieker.

Von diesem Punkt sei Berlin noch weit entfernt, es gelte vorzusorgen. Geschickt aufgezogen findet der Touristiker das supergute Geschäftsmodell der Community „knallhart mit Wertesystem, sonst könnten sie nicht leben.“ Alexander Schwartz setzt dagegen, in einen gefestigten Markt eingetreten zu sein: „Wir haben das Homesharing nicht erfunden, wir haben die digitale Plattform geschaffen.“ Authentische Bewertungen der Gastgeber geben der Community ein Gefühl von Sicherheit. Für ihn ist Homesharing die effizienteste Nutzung der Wohnfläche, die Wertschöpfung kommt dem Gastgeber zugute. Die Frage, ob airbnb sich in seiner Ausrichtung zu einem „normalen OTA, der ein bisschen hip ist“ wandelt, beantwortet Schwartz: „Community ist anders, es geht um Community.“

Sabine Neumann, Redaktionsbüro Schwartz

 

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