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ITB Berlin Kongress: Sicherheit beim Reisen – Fortschritte in Lateinamerika

Wie sich die Zeiten ändern! Touristengruppen aus Peru haben nach den Anschlägen in Paris sorgenvoll ihre Frankreichreise storniert. Und Kolumbien ist heute eines der sichersten Länder des Kontinents. Allein über 130 deutsche Veranstalter haben das Land wieder im Angebot. Im Jahr 2008 waren es kaum zehn.

Das Lateinamerika-Forum auf dem ITB Berlin Kongress Berlin lieferte noch andere wichtige Erkenntnisse. Abgesehen von den Ländern mit Reisewarnungen spielt heute beim Thema Sicherheit nach der Ansicht von Experten das „Wie reise ich“ eine größere Rolle als das „Wohin". Aktuelle Informationen über Länder und Regionen, gute Kenntnisse und Umsicht sind hilfreicher als Vorurteile, Schwarzmalerei und Panik. Dies unterstrichen  Andreas M. Gross, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika, und andere Experten des Forums.

Gross wies auch auf die Terroranschläge der vergangenen Monate und Jahre hin, die in sonst sicheren Metropolen wie Paris, London und New York bei etlichen Reisenden Besorgnisse auslösten. Von solchen Anschlägen sei Lateinamerika nicht betroffen. Die Region sei generell sicherer geworden, auch wenn es bei Ländern und Gebieten deutliche Unterschiede gibt. Diese Einschätzung wird auch aus den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes für die einzelnen Länder deutlich. Zu den Verlierern der letzten Jahre in Sachen Sicherheit zählt Mexiko.

Auf die Frage „Würden Sie nach El Salvador reisen?" antwortete Klaus Hildebrandt, Chefredakteur fvw Mediengruppe, mit der ganzen Familie und Kindern nicht, nur mit seiner Frau und guter Vorbereitung schon eher. Auch er betonte, dass das "Wie reise ich" eine immer wichtigere Rolle spiele. Peter Strub, Unternehmensleitung Studiosus Reisen München GmbH, sagte, er habe in El Salvador auch Golf gespielt und sich sicher gefühlt. Die Einschätzung des Auswärtigen Amtes sei aber eine wichtige Messlatte. Sobald das Auswärtige Amt warne oder die Sicherheitslage als bedenklich einschätze, nehme Studiosus die Destination aus dem Angebot.

So reagieren in der Regel auch andere Veranstalter. Nachdem El Salvador einige Fortschritte in Sachen Sicherheit gemacht hat, findet das Auswärtige Amt nun wieder kritischere Worte. Das Außenministerium stehe in ständigem Kontakt mit den deutschen Botschaften, natürlich auch in El Salvador, erläuterte Rüdiger Lotz, Referatsleiter im Auswärtigen Amt. Auch aktuelle Informationen einheimischer Behörden würden geprüft, sagte Lotz an Tourismusminister José Napoleon Duarte gewandt. Der Minister versicherte, dass es im Kampf gegen Gewalt und Kriminalität Fortschritte in El Salvador gebe, Touristen willkommen und sicher seien.

Bernd Kubisch
 

Abeitsgemeinschaft Lateinamerika

Pressekontakt:
Andrea Trempel
E-Mail: andrea.trempel@lateinamerika.org
Telefon: + 49 176 6827 4943
http://www.lateinamerika.org/

 

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