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Kreuzfahrtschiffe verkleinern kontinuierlich ihren ökologischen Fußabdruck

The global cruise industry has pledged to reduce CO2 emissions by 40 per cent by the year 2030.

Als globale Branche hat sich die Kreuzfahrt-Industrie verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren.

„Die Kreuzfahrt ist zu einem elementaren Bestandteil der Touristik avanciert. Seit 1995 haben sich die Passagierzahlen auf Schiffen annähernd verzehnfacht – mit weiter steigender Tendenz“, brachte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Nobert Fiebig, anlässlich der Pressekonferenz zur ITB Berlin 2019 das enorme Wachstum der Kreuzfahrtbranche auf den Punkt.

Gegenwind erfährt die boomende Kreuzfahrt-Industrie allerdings von Umweltverbänden, die insbesondere den Hochseeschiffen eine erhebliche Luftverschmutzung vorwerfen. Dabei ist der Anteil der Kreuzfahrtindustrie an den Umweltfolgen durch den Tourismus wie auch jenen durch die globale Schifffahrt vergleichsweise gering. Im Jahr 2018 nahmen 28,5 Millionen Menschen weltweit an einer Kreuzfahrt teil. Laut UNWTO World Tourism Barometer 2018 entspricht dies zwei Prozent der gesamten globalen Reisebranche.

Um den ökologischen Fußabdruck konstant zu verkleinern, sind immer mehr Reedereien bestrebt, nachhaltigere und umweltfreundlichere Schiffe herzustellen. Ein Schritt in die richtige Richtung sind neue Schiffe, die nicht mehr mit Schweröl, sondern mit dem Flüssiggas LNG betrieben werden. Dadurch verschwinden die Schwefeloxid- und Ruß-Emissionen ganz und werden die Stickoxid-Emissionen um bis zu 70 Prozent reduziert.

Mit der „Aida Nova“ startete im Dezember 2018 das erste Kreuzfahrtschiff, das komplett mit Flüssiggas betrieben werden kann. Bis 2027 sollen weitere 25 Ozeandampfer mit dem umweltfreundlicheren Antrieb folgen, heißt es bei CLIA. Unter anderem wird Aida mit zwei weiteren Schiffen 2021und 2023 in See stechen und auch Carnival Cruises Lines, Costa Crociere, Disney Cruise Line, P&O Cruises, Royal Caribbean und TUI Cruises haben bereits Schiffe mit der umweltfreundlichen Technologie geordert. Das erste Schiff mit Hybrid-Antrieb ließ Hurtigruten bereits vergangenes Jahr vom Stapel. Lithium-Ionen-Akkus unterstützen die Dieselmotoren, sodass das Schiff mindestens für 30 Minuten rein elektrisch angetrieben wird und weniger Schadstoffe ausgestoßen werden. Bis 2021 sollen zwei weitere Hybrid-Schiffe von Hurtigruten mit vollwertigen Hybridmotoren ausgestattet werden.



Die Cruise Lines International Association (CLIA) und ihre Mitgliedsreedereien engagieren sich ebenso wie die gesamte Schifffahrtsbranche für eine emissionsfreie Zukunft. Als globale Branche hat sich die Kreuzfahrt verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Unter anderem hat laut CLIA die Kreuzfahrtindustrie weltweit bereits eine Mrd. US-Dollar in neue Technologien und sauberere Kraftstoffe investiert, um die Luftemissionen der Schiffe deutlich zu reduzieren. Die mit Schweröl angetriebenen Schiffe nutzen emissionsmindernde Technologien wie Abgasreinigungssysteme, Maßnahmen zur Verringerung des Widerstandes im Wasser und eine optimierte Routenplanung, und minimieren so ihre Umweltauswirkungen. In seinem neuesten Update zum Umweltengagement berichtet der internationale Kreuzfahrtverband außerdem, dass derzeit 111 Schiffe mit einer Kapazität von mehr als 305.000 Passagieren mit solchen Technologien ausgestattet sind. Zwölf weitere Schiffe werden mit Abgasreinigungssystemen nachgerüstet, für 30 weitere ist eine solche Nachrüstung in Planung. 27 neue Schiffe mit einer Kapazität von fast 100.000 Passagieren werden bereits beim Bau mit Abgasnachbehandlungssystemen ausgestattet. Auch die Zahl der Kreuzfahrtriesen, die mit Landstromanschlüssen ausgestattet sind beziehungsweise nachgerüstet werden, um in entsprechend ausgestatteten Häfen den Strom aus dem lokalen Stromnetz nutzen zu können, steigt nach Angaben von CLIA kontinuierlich.

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