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Luxus-Reisen im Wandel

Die diesjährige ITB Berlin befasste sich unter anderem mit der veränderten Anspruchshaltung zahlungskräftiger Urlauber

Luxusreisen boomen. Gemäß des IPK/ITP World Travel Trends Report 2018 liegt ihr Marktanteil bei sieben Prozent mit jährlichen zweistelligen Zuwachsraten. Gleichzeitig erlebt die Branche in etablierten Luxusmärkten einen Paradigmenwechsel hin zu zunehmend immateriellen Werten. Selbstfindung, Simplizität und Authentizität sind anspruchsvollen Kunden wichtiger als Opulenz sowie die Demonstration von Überfluss.

Der Trend zum Hidden Luxury wirkt sich insbesondere auf die Hotelbranche aus – und zwar in Städten ebenso wie in abgelegenen Regionen. Exklusive Häuser setzen auf Abgeschiedenheit und die Möglichkeit zum Rückzug. In München stellt das Beyond by Geisel am Marienplatz ein gutes Beispiel dar. Es befindet sich im Herzen der Stadt, liegt aber mit seinen lediglich 19 Zimmern in den obersten Stockwerken eines Buchhandels. Zudem zeichnet es sich durch eine überaus private Atmosphäre aus, da ausschließlich Gäste Zugang haben. Dadurch sollen sie sich nicht wie in einem Hotel fühlen, sondern wie in einem zweiten Zuhause – genauer gesagt wie bei einem Besuch bei engen Freunden.

Die wohl maximale Abgeschiedenheit auf Fernreisen bietet das Manta Resort auf der Insel Pemba nördlich von Sansibar, wo Gäste das einzige Unterwasserzimmer Afrikas buchen können. Es ist mit Seilen am Meeresboden verankert und erstreckt sich über drei Stockwerke. Während die Wohnräume oberhalb des Wassers liegen, befindet sich das Schlafzimmer unter der Oberfläche. Nachts ziehen Scheinwerfer seltene Meeresbewohner an, so dass Gäste Auge in Auge mit Fischen einschlafen.

In England bietet Chewton Glen exklusive Baumhäuser an. Die Treehouse Hideaway Suite gewährt zum Beispiel Waldblick und schwebt mehr als zehn Meter über dem Boden. Zudem gibt es eine umfangreiche Terrasse und einen Außen-Whirlpool. Auch das Marmorbad im Inneren bietet exklusive Blicke ins Grüne. Ähnliche Abgeschiedenheit finden Gäste in luxuriösen Wüsten-Camps – dazu zählt etwa das Al Maha Desert Resort & Spa im Emirat Dubai. Dessen Royal Suites umfassen 175 Quadratmeter Fläche und bieten neben eigenen Pools einen beeindruckenden Blick auf die Wüste und deren Fauna. Nachts ermöglicht die klare Luft und geringe Lichtverschmutzung optimale Voraussetzungen für die Beobachtung der Sterne.

Die diesjährige ITB Berlin beschäftige sich ebenfalls ausgiebig mit den Chancen und Risiken einer neuen Anspruchshaltung von Luxus-Kunden – zum Beispiel im Rahmen der neuen „Loop“-Lounge @ ITB in Halle 9. Sie stellte mit einem exklusiven Netzwerk und selektierten Ausstellern einen zentralen Anlaufpunkt für alle Luxus-Einkäufer dar.

Darüber hinaus erhielten Branchenvertreter wichtige Informationen und Denkanstöße zu dem Thema durch die diesjährigen Speaker aus dem Luxus-Segment – darunter ein Butler, ein Paparazzo sowie eine Luxus-Bloggerin, die sich allesamt auch mit dem Konzept des Hidden Luxury beschäftigten.

Im Rahmen des ITB Future Days präsentierten Referenten die neuesten Marktstudien aus Amerika, China und Europa. Nicht zuletzt lieferte Travelzoo Erkenntnisse rund um revolutionäre Arten des luxuriösen Reisens von morgen. Im Hospitality CEO-Panel ging es um wertvolle Einblicke in gänzlich neue Formen von Services und Kundengewinnung. Die ideale Plattform zum Netzwerken außerhalb der Messezeiten bot die Luxury Late Night am ITB-Donnerstag im neuen Boutique-Hotel OraniaBerlin in Kreuzberg.

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