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Malaysias unbekannter Süden- News vom Partnerland der ITB Berlin 2019

Malaysias unbekannter Süden

Johor, der südlichste Bundesstaat Malaysias, ist touristisch noch relativ unentdeckt. Was die Destination für ausländische Besucher so interessant macht, sagt Aaron Gan Chai Heng, stellvertretender Direktor Tourismus Malaysia Südliche Region, in einem Interview.

Wie hat sich Johor auf den internationalen Märkten entwickelt?

Aaron Gan Chai Heng: Innerhalb Malaysias entwickelt sich der Bundesstaat Johor als ein aufstrebender Markt. Der Trend begann im Jahr 2010. Damals starteten die regionalen Entwicklungsbehörden ein Großprojekt, das heutige Legoland, um andere Zielmärkte zu erobern. Früher machten Reisende aus Singapur nur Tagesausflüge nach Johor Bahru, um die Museen und die Moscheen zu sehen. Aufgrund des günstigen Wechselkurses stiegen die Hotel-Übernachtungen in Johor Bahru. Immer mehr internationale Hotelketten investieren in der Hauptstadt, wie Onyx Group, Doubletree by Hilton, Jen Hotel von Shangri-La und bald kommen Ramada, Méridien, Holiday Inn und Hyatt. Wir haben ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Beispielsweise kosten drei Hotelübernachtungen in Johor Bahru so viel wie eine Nacht in einem Hotel in Singapur mit dem gleichen Standard und Service. Ebenso spielt der Senai International Airport eine wichtige Rolle, wo immer mehr Charterflüge starten und landen. Außerdem ist Johor Bahru gerade dabei, sich in eine moderne Stadt zu verwandeln. Dazu gehört, dass das öffentliche Verkehrskonzept bis 2022 vollständig realisiert wird.

Welche Rolle spielt der chinesische Markt?

Aaron Gan Chai Heng
: Neben den Koreanern wächst der chinesische Markt sehr stark. Einer der Faktoren ist die schnelle Entwicklung von Projekten chinesischer Investoren, wie das Luxusresort Country Garden Danga Bay und Forest City. In nur zwei Jahren haben sie fast zwanzig Hochhäuser gleichzeitig gebaut. Ein Golfresort wurde im August 2017 eröffnet. Viele chinesische Reisende kommen tatsächlich hierher, um zu investieren. Wir nennen es Investmenttourismus oder Investmentgruppen. Neben China haben wir auch täglich eine Flugverbindung nach und von Bangkok und Ho Chi Minh City. Auf diesen Strecken sind neben vielen Geschäftsreisenden auch überraschend viele Touristen unterwegs. Weiterhin forcieren wir den Medizintourismus, der vor allem Menschen aus ganz Indonesien anlockt.

Und was ist mit den Europäern?

Aaron Gan Chai Heng: Viele europäische Reisende machen eine klassische Pauschalreise durch Malaysia von Singapur nach Johor, die Ostküste hinauf nach Kelantan, dann westlich nach Langkawi und Penang und an der Westküste entlang. Dieser Trend verlangsamt sich ein wenig. Europäer wollen lieber authentische Kultur sehen, statt moderner Architektur. Zu diesem Zweck beginnen einige NGOs, das alte Stadtgebiet in Johor Bahru zu verjüngen. Sie gewähren Zuschüsse, um Gebäude in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, ähnlich wie man es in Malakka sehen kann. Für junge Leute soll es attraktiv sein, die alten Ladenlokale wieder zu beleben. Im Norden Johors, an der Grenze zu Malakka wurde in diesem Jahr der historische Teil von Muar umfassend renoviert und auf der jüngsten PATA-Konferenz ausgezeichnet.

Welche anderen Quellmärkte sind für Sie interessant?

Aaron Gan Chai Heng: Taiwan ist ein weiterer potenzieller Quellmarkt. Wir haben eine Reihe von Anfragen bezüglich eines Charterflugs, der Taiwan und den Senai International Airport verbindet. Hainan ist ebenfalls an einer Charterverbindung interessiert. Das Problem ist, dass die Nachfrage höher ist, als die Kapazität des Flughafens Senai. Bis 2025 werden viele neue touristische Highlights entstehen. Beispielsweise wird demnächst MCM Studio in Johor Bahru seine Türen in der Capital City Entertainment Mall öffnen. Es ist der fünftgrößte Indoor-Themenpark der Welt. Desaru Coast wird Ende 2018 voll in Betrieb sein. Dort gibt es mindestens vier neue Hotels, das Hard Rock, Westin, One & Only und Anantara, sowie den Els Club und einen Wasserpark. Die Mischung aus all dem hat einen neuen Markt geschaffen. Aus Singapur kommen zunehmend junge Leute, um zu bleiben. Reisende aus Asien lieben es, auszugehen und lokales Essen zu probieren. Nicht selten bringen sie auch ihre Freunde aus anderen Ländern mit, um ihnen diese Orte zu zeigen.

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