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Nachhaltigkeit beginnt „hier auf der Messe“

„Auch beim Tourismus heißt das Schlüsselwort Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch“, sagte Anna Pollock, die Gründerin der Bewegung Conscious Travel (Bewusstes Reisen), nach der Diskussion über künftiges Reisen auf der ITB Berlin. Es ging darum, wie mehr Nachhaltigkeitsbewusstsein in die Köpfe gebracht werden kann. Bei einer nicht repräsentativen Umfrage im Publikum nahmen 38 Prozent die Politik, 37 Prozent die Veranstalter und 25 Prozent die Touristen selbst in die Pflicht.
Auf dem Podium war das etwas anders: Interviewer Chris Doyle von der Adventure Travel Trade Association ATTA sagte: „Es muss hier im Saal anfangen, hier auf der Messe“, und meinte: Jeder ist gefordert. Es müsse gelingen, die Entkoppelung auch auf dem lokalen Niveau zu vollziehen, sagte Dirk Glaesser von der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO).
Hannah Messerli, Tourismus-Spezialistin der Weltbank, deutete an, die Politik sei vielleicht nicht der geeignete Sektor, um Maßnahmen durchzusetzen, die erst langfristig Erfolg versprächen. Alle drei Sektoren müssten tätig werden, wobei die Wirtschaft häufig vielversprechender sei, weil Politiker in der Regel nur die nächste Wahl im Auge hätten. Die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) setzt aber auf Zehnjahresprogramme (10YFP). „Wir werden komplett umdenken müssen“, sagte Doyle, wurde aber nicht konkret, welche Reiseformen künftig unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als problematisch betrachtet werden müssten.     Thomas Rietig
 

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