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Nachhaltigkeit im Tourismus auf der internationalen Agenda

Jahr des nachhaltigen Tourismus

Die Vereinten Nationen haben 2017 zum „Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ ausgerufen. Das Jahr steht unter der Federführung der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) mit dem erklärten Ziel, das Bewusstsein für die Beiträge des Tourismus zur nachhaltigen Entwicklung zu stärken. Auch die ITB Berlin, die sich seit Jahren mit zahlreichen Initiativen für mehr soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschenrechte engagiert, rückte auf der weltgrößten Tourismus-Fachmesse im März 2017 die Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Tourismus verstärkt ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Allein der ITB Berlin Kongress widmete in Zusammenarbeit mit dem BMI (Bundesministerium des Innern) und der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein ganzes Panel dem „Year of Sustainable Tourism for Development“. Generell pflegt die ITB Berlin ausgezeichnete Beziehungen zur UNWTO. Seit Jahren finden  hochkarätige UNWTO-Veranstaltungen auf der ITB Berlin statt. So zum Beispiel in diesem Jahr der Pre-Launch des „2. UNWTO Global Report on LGBT Tourism“, der auch ein Interview mit der CSR-Beauftragten der ITB Berlin Rika Jean-Francois beinhaltet.

Jetzt berichtet die UNWTO in einer Zwischenbilanz von ihren Aktivitäten in den letzten sechs Monaten. Unter anderem wurde Marie Louise Coleiro Preca, Präsidentin der Republik Malta, als Sonderbotschafterin des „Internationalen Jahres des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ nominiert. Darüber hinaus konnte die Organisation zehn Sonderbotschafter begrüßen, die der Initiative beigetreten sind. Um den nachhaltigen Tourismus weltweit zu fördern, arbeitet die Vereinigung verstärkt mit anderen UN-Organisationen zusammen. Hier drei Beispiele der UNWTO, die bereits umgesetzt wurden beziehungsweise im Entstehen sind:

Peace Boat Ecoship Project

Als Vorreiter soll das Ecoship-Projekt dazu beitragen, den Schiffsbau auf eine nächste Ebene zu heben und die Auswirkungen der Passagierschifffahrt für die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Zahlreiche Experten entwickelten einen noch nie da gewesenen Schiffstyp, der vom Design an einen Buckelwal erinnert – quasi eine bereits im Hafen sichtbare Demonstration der Nachhaltigkeit. Die wichtigsten Aspekte bei der Gestaltung sind die Entwicklung eines Hochleistungsschiffs mit geringstem Energiebedarf. Das Schiff wird mit zehn einziehbaren Windgeneratoren und Photovoltaik-Segeln, kinetischen Böden und einem 6.000 Quadratmeter großen Solarpark auf dem Oberdeck ausgestattet.It incorporates a self-sustained garden that uses recycled garbage and wastwater. In einem selbsttragenden Garten finden recycelter Müll und Wasser Verwendung. Außerdem ähnelt die ungiftige und antiverschmutzende Beschichtung des Rumpfes der Haut eines Fisches. Die Jungfernfahrt des Schiffes, das von der japanischen Non-Profit-Organisation Peace Boat entwickelt wurde, ist für das Jahr 2020 geplant.

Bali Wasserschutzprogramm

Bedrohung für Balis Süßwasser: Es gibt mehrere Gründe, dass die Süßwasserverschmutzung auf der indonesischen Insel im Indischen Ozean alarmierend wächst. Zum einen wird durch den steigenden Tourismus so viel Grundwasser ausgeschöpft, dass Salzwasser eingedrungen ist. Zum anderen wird das Wasser von der illegalen Müllentsorgung und dem übermäßigen Einsatz von Chemikalien für die Landwirtschaft verseucht. Um den Schutz von Süßwasser-Ressourcen  voranzutreiben, setzt das Bali-Wasser-Schutz-Programm (BWP) mit folgenden drei Aktionen Impulse: Aquifer Recharge  „Adopt A Well“ (natürliche Behandlungsprozesse im Aquifer können die Qualität des Wassers verbessern), Bildungsprogramm „Adopt A River“ und die Medienkampagne „Adopt Water“.

AdventureNEXT Near East

Erstmals war Jordanien Gastgeberland der AdventureNEXT Near East. Die regionale Konferenz der Adventure Travel Trade Association (ATTA), eine internationale Organisation für die Abenteuerreisebranche mit mehr als 1.100 Mitgliedern in 90 Ländern, ist die erste Konferenz ihrer Art im Nahen Osten und Nordafrika. Sie zielt darauf ab, den Ökotourismus und aktives Reisen in der Region zu fördern. Das Haschemitische Königreich bietet zahlreiche Möglichkeiten und abwechslungsreiche Landschaften für Wanderungen, Trekking, Canyoning, Biking, Klettern, Heißluftballonfahrten sowie viele Extremsportarten. Mit dem Jordan Trail, einem 650 Kilometer langen Wanderweg vom äußersten Norden bis in den Süden des Landes, hat Jordanien kürzlich einen Meilenstein im sanften Tourismus gesetzt.

Insgesamt haben laut UNWTO in den letzten Jahren mehr als 700 Initiativen und innovative Lösungen dazu beitragen, mehr sozial verträgliche Arbeitsplätze zu schaffen, den Biodiversitätsschutz und Gemeinschaften zu stärken sowie einen nachhaltigen Tourismus zu fördern.

Mehr Informationen auf der offiziellen Website der UNWTO zum Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung: www.tourism4development2017.org/

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