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Nahtloses Reisen – Herausforderungen, Möglichkeiten, Lösungen

Durch ihr anhaltendes Wachstum wird die Reise- und Tourismusbranche regelmäßig vor große Herausforderungen gestellt: Besonders in Spitzenzeiten sind lange Schlangen vor den Check-Ins der Flughäfen, Hotels oder Kreuzfahrtterminals sowie an den Grenzkontrollen in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Bieten neue Technologien wie etwa die Erfassung biometrischer Daten hier entlastende Möglichkeiten? Können sie im besten Fall für nahtloses Reisen sorgen, bei dem nur jeweils am Beginn und vielleicht am Ende eine Kontrolle erforderlich wird?

Mit diesen spannenden Fragen befasste sich im Rahmen des ITB Berlin Kongresses ein hochkarätig besetztes Panel, das von Gloria Guevara, President und CEO des World Travel & Tourism Council (WTTC) moderiert wurde. „Das System wird kollabieren, wenn uns die neuen Technologien nicht entlasten“, war ihre Kernbotschaft – über die Wege dorthin jedoch kann trefflich gestritten werden. Adam Goldstein, der Vice Chairman Royal Caribbean Cruises, betonte, das die Kreuzfahrtindustrie bereits seit Jahren beste Erfahrungen beim Ein- und Auschecken großer Passagierströme macht, was auch von den Kunden gut angenommen werde. „Aber wir sind nur ein kleiner Teil der Industrie – das Gros des Aufkommens stellen Fluglinien und Hotel“, so Goldstein. An dieser Stelle betonte Ahmet Olmustur, Chief Commercial Officer bei Turkish Airlines, dass seine Fluglinie 120 Länder anfliege und fast überall auf unterschiedliche Regelungen stoße: „Hier müssen weltweit Standards definiert werden!“ – eine Aussage, die Zustimmung bei allen Beteiligten fand. Man war sich auch einig, dass die Technologien längst vorhanden seien, nur eben die Art der Datenerhebung sehr unterschiedlich gehandhabt wird – biometrische Gesichtserkennung wie in den USA ist keine Variante, die in der EU mehrheitsfähig wäre.

„Über 70 Prozent aller Reisenden sind zur Herausgabe von Daten bereit, wenn dadurch nur die Prozesse beschleunigt werden könnten“, ist sich Peter Baumgartner, Senior Strategic Advisor der Etihad Aviation Group, sicher. „Wir müssen uns nur auf einheitliche Standards einigen.“

Robert Kluge

 

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