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Oman: 1001 Nacht authentisch orientalisch und zukunftsfähig

Wer ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht erleben will, muss in den Oman reisen, schreibt Travelbook, „dem Nachbarn von Dubai, Katar und Abu Dhabi gelingt ein Mittelweg zwischen Moderne und alter Identität.“ Umsichtig hat Sultan Quaboos bin Said al Said das Land seiner Väter am östlichen Rand der Arabischen Halbinsel transformiert. Dass Deutschland und insbesondere Garmisch-Partenkirchen und die Region um die Zugspitze dabei eine Rolle spielt, wird sich zur ITB Berlin 2020 wohl herumsprechen, wenn der Oman als offizielles Partnerland der weltweit führenden Tourismusmesse auf sich aufmerksam macht.   

Jeder Omani hat von „The Garmish“ gehört, war schon in Oberbayern oder möchte Garmisch-Partenkirchen gern einmal sehen. Der allseits verehrte Sultan hat dort einen Wohnsitz und prägende Jahre seines Lebens verbracht, bevor er 1970 die Regentschaft von seinem Vater übernahm. Ein Stück Garmisch-Partenkirchen hat der diplomierte Ingenieur in das Sultanat implementiert. Alle Häuser sind in weiß oder beige gehalten und nicht höher als acht Etagen. Auf Wolkenkratzer verzichtet der Oman bewusst. Die architektonischen Skyscraper, die in den Nachbarländern für Aufregung sorgen, suchen Besucher im Oman vergeblich. Dafür erleben sie ein Land, das authentisch geblieben und trotzdem fortschrittlich ist. Jüngste Innovationen, die die Philosophie des Sultans spiegeln, sind der im Frühjahr 2018 an den Start gegangene und bereits mehrfach ausgezeichnete Internationale Flughafen sowie das Royal Opera House in der Hauptstadt Muskat. Mit dem einzigen Opernhaus in der arabischen Region hat der Scheich ein persönliches Juwel von internationalem Rang geschaffen. Es verbindet westliche und östliche Kultur. Seine Liebe zur klassischen Musik und Kultur ist auch in seiner Zeit in Deutschland gewachsen.

Sindbad, der Seefahrer und die Weihrauchstraße

Bis ins 18. Jahrhundert galt der Oman neben England und Portugal als große Seefahrer-Nation, die die Meere beherrschte. Seine Häfen sind Tore der ältesten und wichtigsten Handelsstraßen. Sindbad, der Seefahrer,  die Weihrauchstraße und die Heiligen Drei Könige entstammen dem Oman. Auf ihre 5000 Jahre alte Tradition sind die Omanis stolz. Die kulturelle Identität und Menschlichkeit hat sich das Sultanat bewahrt. Heute leben mehr als vier Millionen Omanis und Expats in einem modernen Staat im Einklang mit alten Traditionen. Die Alleinstellung des historischen und kulturellen, teils UNESCO Weltkulturerbe geschützten Reichtums hat die Regierung erkannt und fördert den Tourismus. Er soll das  Land, das ungefähr so groß wie Deutschland ist, zum Wohl der Bevölkerung nachhaltig stärken. Das Geheimnis einer atemberaubenden, vielseitigen Landschaft und ehrlicher Gastfreundschaft in die touristische Welt zu bringen, ist die Mission des Auftritts als Partnerland.

Sieben Flugstunden liegt Oman von Deutschland entfernt. Das friedliche, in der Welt respektierte Sultanat mit der längsten Regentschaft im Mittleren Osten überrascht Besucher mit zerklüfteten Hochgebirgen, tiefen Canyons, idyllischen Oasen, weitläufigen Plantagen und endlosen Sand- und Kieswüsten. An der  1.700 Kilometer langen Küste wechseln weiße Sandstrände mit steilen Klippen ab. Als Refugium für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt ist Oman Heimat der letzten Oryx-Antilopen, des Arabischen Leopards und des Tahr – ein Vertreter einer in Asien verbreiteten Ziegenart.

Die Welt näher zum Oman bringen

Von Anfang an hat der Sultan sein Volk einbezogen. Bei seinem Amtsantritt rief er alle Omanis auf, ihm beim Aufbau des Landes zu helfen. Ausdrücklich auch die Frauen. Ihnen kommt im moslemisch geprägten Ibaditentum, einer Glaubensströmung des Islams, eine besondere Rolle zu: sie sind gesellschaftlich anerkennt und sichtbar. Bildung spielt für ihn eine zentrale Rolle, weitsichtig wirkt der Sultan daran, dass auch die Landbevölkerung profitiert. Seine Anstrengungen, die Lebensqualität und Infrastruktur zu verbessern, zahlen sich aus. Den Stolz auf das, was sie in den letzten Jahren aufgebaut haben, merken Gäste den friedliebenden Omanis an. Ihre Freundlichkeit, Offenheit und die innere Ruhe, die sie ausstrahlen, zieht jährlich Tausende von Touristen von vier Kontinenten an. „Darauf müssen wir aufbauen und die Welt näher zum Oman bringen und andersherum“, hat der omanische Journalist  Ali Al Matani  nach der ITB Berlin 2019 am 20. März  im Oman Daily Observer unter seinen Landsleuten für die „einmalige und herausragende Teilnahme seines Landes als Partnerland der ITB Berlin 2020“ geworben. Wenn Regierung und Touristiker aus Oman erreichen, Vergleiche wie Schweiz des Nahen Ostens, Karibik des Mittleren Osten, Norwegen Arabiens überflüssig zu machen, hat Oman sich seinen Platz in der touristischen Landkarte erobert.

Redaktionsbüro Schwartz, Sabine Neumann und Horst Schwartz

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