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Als Partnerland der ITB Berlin 2018 erreichte Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern

Das nördliche Bundesland konnte als Partnerland der ITB Berlin 2018 eine in der Form nie da gewesene Aufmerksamkeit bei internationalen Einkäufern, Multiplikatoren, Medien und potenziellen Gästen erzielen. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, zieht in einem Interview Bilanz.



Wie hat sich Ihr Auftritt als Partnerland der ITB Berlin 2018 bewährt?

Wolfgang Waldmüller:
Wir ziehen eine durchweg positive Bilanz unseres Auftrittes auf der ITB Berlin. Die Chance, das beliebteste Bundesland der Deutschen auch in den internationalen Fokus der Reiseindustrie zu setzen, haben wir gemeinsam mit den touristischen Partnern im Land genutzt – eine erfolgreiche Gemeinschaftsleistung. Allein das Medienecho war überwältigend. Noch nie zuvor in der Geschichte der ITB Berlin hat ein Partnerland einen so großen medialen Erfolg erzielen können wie Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer Resonanzanalyse des Medienbeobachters Argus Data Insights wurden von Oktober 2017 bis Mai 2018 allein im Messbereich Deutschland mehr als 4.500 Berichte über Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Um dieses Ergebnis zu erzielen, hätten knapp 13 Millionen Euro investiert werden müssen (Anzeigen-Äquivalenzwert). Auch mit der Eröffnungsgala mit einem Staraufgebot aus Mecklenburg-Vorpommern haben wir das Urlaubsland eindrücklich präsentiert und Türen geöffnet.

Was war ihre Zielsetzung und welche Erfolge können Sie verbuchen?

Wolfgang Waldmüller: Ziel war es, eine Aufbruchstimmung im Urlaubsland zu erzeugen. Die ITB Berlin sollte ein Schwungrad im Getriebe der Tourismusentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern werden. Diese Aufgabe hat sie erfüllt, denn durch die Präsentation vom Best-of dessen, was Mecklenburg-Vorpommern zwischen Ostsee und Seenplatte zu bieten hat – allem voran die Natur – haben wir eine in der Form nie da gewesene Aufmerksamkeit bei internationalen Einkäufern, Multiplikatoren und potenziellen Gästen erreicht und, wie gesagt, ein enormes Medienecho erzeugt. Wenn man dem Tourismus in MV einen Produktlebenszyklus zugrunde legt, dann ist dieser in der Reifephase angekommen. Es müssen neue Impulse gesetzt werden, damit sich das Urlaubsland weiterhin behaupten kann. National steht MV bei Urlaubern hoch im Kurs. Im internationalen Kontext fehlt es uns jedoch noch an Bekanntheit. Die ITB Berlin als weltweit größte Reisemesse lieferte diesen Impuls, der jetzt den Anstoß für eine weitere Qualifizierung im internationalen Bereich gibt.

Wie war das Feedback auf der ITB Berlin bei den Fachbesuchern. Konnten Sie neue, nützliche Kontakte knüpfen?

Wolfgang Waldmüller:
Um die Aufmerksamkeit internationaler Einkäufer auf Mecklenburg-Vorpommern zu lenken, präsentierte ein Team des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV) das Urlaubsland an den Fachbesuchertagen an einem Infostand im sogenannten „ITB Buyers Circle“ und auf der Galerie im Marshall-Haus. Anschließend ging es für 40 Einkäufer – unter anderem aus Japan, Israel, Vietnam, Georgien und Polen – und Medienvertreter zu drei Markterkundungsreisen nach Mecklenburg-Vorpommern. Aus den Reisen resultierten bereits erste Buchungsanfragen und neue Kooperation zu Reiseveranstaltern. Zudem haben wir uns dem Fachpublikum unter anderem mit den Themen Nachhaltigkeit, Gesundheitsreisen und Aktivtourismus in den Hallen 4.1, 21b und 22b sowie auf dem ITB Berlin Kongress vorgestellt. Auch hier was das Echo sehr positiv.

Am Publikumswochenende fanden spezielle Veranstaltungen statt, die den Endverbrauchern die Vielfalt Ihres Landes näherbrachten. Wie war die Resonanz?

Wolfgang Waldmüller:
Am Stand von Mecklenburg-Vorpommern herrschte großer Andrang. Mit zahlreichen Aktionen begeisterten wir die Besucher, darunter mit Verkostungen regionaler Biere der Störtebeker Braumanufaktur, der Aktion „Rostock Cruise Festival-Fotobox“, die Lust auf das neue Rostock Cruise Festival vom 14. bis 16. September machen sollte, oder einem Strandkorbflechter, dem Besucher bei seiner Arbeit über die Schultern schauen konnten. Nicht zuletzt sorgten die Strandkörbe, die aus dem 3-D-Drucker kamen oder die, die über das Messegelände verteilt waren, für Aufsehen und boten zusätzlich die perfekte Selfie-Kulisse

Sie sind das in der Beliebtheit führende nördliche Reiseland im Deutschlandtourismus. Worauf liegt Ihr Fokus für künftiges Wachstum?

Wolfgang Waldmüller:
Wir sind das führende Reiseland in Deutschland. Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2017 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Künftiges Wachstum sehen wir allerdings nicht mehr nur unter rein quantitativen Gesichtspunkten. Vielmehr geht es um eine Erhöhung der Qualität der touristischen Infrastruktur und des Service, die Vernetzung der Angebote und sowie um den Auf- und Ausbau nachhaltiger Angebote und attraktiver Mobilitätskonzepte.

Mit dem Auftritt auf der weltgrößten Reisemesse wollten Sie neben den deutschen, auch ausländische Touristen auf sich aufmerksam machen. Was sind Ihre Schwerpunkte bei der Neu-Ausrichtung auf Touristen aus aller Welt?

Wolfgang Waldmüller: Wir richten unsere Internationalisierungsstrategie nicht neu aus, sondern wir stecken weiterhin viel Kraft in unsere fünf wichtigsten Auslandsmärkte: Schweden, Dänemark, die Niederlande, die Schweiz und Österreich. Über unsere Kooperation mit dem Deutschen Küstenland sind wir darüber hinaus auch in Polen und Spanien aktiv. Kreuzfahrtgäste aus fast allen Teilen der Welt machen Mecklenburg-Vorpommern zunehmend international. Ein Feld mit Potenzial für Rostock und das ganze Land.

Die ITB Berlin war ein wichtiger Schritt in Richtung Internationalisierung. Derzeit arbeiten wir zum Beispiel schon daran, den Germany Travel Mart vorzubereiten, der im Mai 2020 in unserem Land stattfindet – ein weiterer Baustein, um am Ball zu bleiben.

Sie waren ein sehr wichtiger Teil der ITB Berlin 2018, planen Sie auch künftig vertreten zu sein?

Wolfgang Waldmüller: Ja und darauf freuen wir uns. Allerdings sind wir 2019 rein flächenmäßig nicht mehr in dem Umfang präsent, dafür mit vielen neuen und spannenden Angeboten.

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