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Plastik – Eine Thematik in aller Munde

Marine pollution has increasingly become a focus of discussion in the tourism industry.

Besonders die Verschmutzung der Meere wird zunehmend zum Diskussionsstoff auch für die Tourismusindustrie

Die schädliche Auswirkung von Plastik auf Umwelt und Meere sollte fast jedem bewusst sein. Erst kürzlich in der weltweiten Presse: Der traurige Fund von Plastik am Grund des Mariannengrabens – dem tiefsten Punkt der Erde. Die alarmierende Problematik war in diesem Jahr gleich mehrfach Thema des ITB Berlin Kongresses. Im Rahmen des ITB CSR Day machte die Gründerin der Organisation „Travel Without Plastic“ zum Beispiel darauf aufmerksam, wie konditioniert besonders ältere Hoteliers immer noch auf Geschirr und Besteck aus Plastik sind. Die Nachhaltigkeitsbeauftrage der Kreuzfahrt-Gesellschaft Costa führte zudem aus, welchen enormen Beitrag Zigarettenstummel zum weltweiten Plastikberg leisten. Viele, so die Expertin, hielten die Filter der Glimmstängel fälschlicherweise für harmloses Papier oder Baumwolle. 

Die Teilnehmer der Diskussionsrunden gelobten Pläne zur künftigen Reduzierung von Plastik. Thomas Cook sucht zum Beispiel schon länger den engen Kontakt zu den Destinationen, um die Anhäufung von Plastik-Müll spürbar zu reduzieren. TUI Cruises sorgt seit geraumer Zeit dafür, dass nichts über Bord geht, was nicht ins Meer gehört. Schon im kommenden Jahr soll überhaupt kein Plastik mehr an Bord verwendet werden. 

Generell ist das Bewusstsein in der Tourismus-Branche für die Problematik massiv gestiegen. In vielen Cafés in den Metropolen der Welt geben Angestellte keine Wegwerf-Becher mehr aus und fordern die Kundschaft auf, wiederverwendbare Exemplare zu kaufen. Auch den Strohhalmen sagen mehr und mehr Restaurants und Hotels den Kampf an und steigen auf Alternativen aus Metall oder Bambus um. 

Kalifornien machte kürzlich mit einem Vorstoß auf sich aufmerksam und möchte künftig Kosmetik-Fläschchen für Shampoo oder Duschgel in Hotels verbieten. Ein überaus nachahmenswerter Ansatz kommt aus Asien: Dort hat die Boutique-Hotelkette Akaryn jüngst das erste Hotel in Bangkok eröffnet, das komplett auf den Einsatz von Plastik verzichtet. Auch in der Luft tut sich etwas. Etihad Airways, der nationale Carrier der Vereinigten Arabischen Emirate, führte anlässlich des Earth Day einen Flug von Abu Dhabi nach Australien durch, auf dem die Airline gänzlich auf den Einsatz von Wegwerfmaterialien verzichtete.  

Die größte Last bei der Produktion von Plastik weltweit tragen die Meere. Sie werden gespeist von Flüssen, die oftmals Unmengen von Müll in Ozeane spülen und damit auch an die bei Urlaubern so beliebten Küsten und Strände tragen. Folglich liegt es auf der Hand, dass die Tourismus-Industrie schon ein ganz ureigenes Interesse an der Vermeidung von Plastik hat. Stark betroffen sind keineswegs nur die Meere in Entwicklungsländern. Auch im Mittelmeer ist es buchstäblich fünf vor zwölf. Ströme wie die Rhone in Frankreich und der Po in Norditalien leisten einen unrühmlichen Beitrag, weswegen sich auch die Länder Südeuropas zunehmend der Vermeidung von Plastikmüll verschreiben.

Eine interessante Initiative hat der WWF nun in Südostasien in die Wege geleitet. Dort hat der Mekong, der gleich durch mehrere Länder Indochinas fließt, einen beträchtlichen Anteil daran, dass große Mengen Müll ins Meer gelangen. Entsprechend setzt eine Initiative der Umweltorganisation schon weit flussaufwärts an, um bei der Landbevölkerung eine Sensibilität für ihr Handeln zu schaffen. Klar ist: Die Diskussion über das Thema Küstenverschmutzung und Plastikmüll im Tourismus hat gerade erst begonnen. Entsprechend wird sie sicherlich auch künftig ein wichtiger Aspekt im Rahmen der ITB Berlin und des ITB Berlin Kongress sein.

NIKE

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