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Reisebranche als ökonomisches Schwergewicht

Schlafstrandkorb am Stand von Schleswig Holstein

„Wirtschaftsfaktor Tourismus“ – unter diesem Titel hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW) gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium am 21. Juni eine umfangreiche Analyse zur Reisebranche sowie ihren Beitrag auf die deutsche Gesamtwirtschaft für das Jahr 2015 vorgelegt. Die letzte Studie in diesem Ausmaß gab es für 2010.

Das Ergebnis: Mit beinahe drei Millionen Beschäftigen und 290 Milliarden Euro Umsatz erzielte die Tourismusindustrie 2015 einen Anteil von 3,9 Prozent an der Bruttowertschöpfung im Land. Zwar sind andere Branchen zum Teil über die vergangenen Jahre stärker gewachsen, die Reisebranche sorgte dennoch für jeden 15. Arbeitsplatz.

Mit insgesamt 78 Prozent trugen insbesondere inländische Touristen zu dem verzeichneten Umsatz bei. Den größten Anteil gaben Reisende in Gaststätten aus. Die Gastronomie überholte somit im Vergleich mit der letzten Studie 2010 das Shopping-Segment, das nun auf Rang zwei folgt. Auf den weiteren Plätzen kommen Übernachtungen, Flüge, Benzin sowie der Bereich Sport, Erholung, Freizeit und Kultur.

Betrachtet man die Unterteilung der Reise-Branche je nach Anlass, fielen mehr als vier Fünftel der Gesamtausgaben auf Privatreisende. Das übrige Fünftel machten Geschäftsreisende aus. Im Vergleich zur Vorgängerstudie verzeichnete Deutschland bei der Beschäftigung sogar einen leichten Zuwachs.

Nicht zuletzt verglich der BTW den Tourismus mit anderen Branchen in Deutschland. Der Beitrag, den die Reise-Industrie zur deutschen Gesamtwirtschaft bzw. der Bruttowertschöpfungskette leistete, ist gemäß der Studie ähnlich der Bedeutung von Maschinenbau oder Einzelhandel. In Sachen Beschäftigung spielte die Tourismus-Wirtschaft in einer Liga mit Einzelhandel und Gesundheitswesen und landete noch vor den Bereichen Baugewerbe sowie Erziehung und Unterricht.

Trotz dieser beachtlichen Zahlen blieb die Tourismusbranche hinter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2010 bis 2015 zurück. Während der Tourismus insgesamt 8,5 Prozent wuchs, legte die gesamte inländische Bruttowertschöpfung in Deutschland im gleichen Zeitraum um 18 Prozent zu. Dazu trug laut Studie zum einen der boomende IT-Sektor bei, zum anderen befanden sich die exportorientierten Industriebranchen wie die Automobil-Industrie zum Zeitpunkt der letzten Studie in einem wirtschaftlichen Tal und konnten in den Jahren darauf enorm aufholen.

Die gesamte Studie können Interessenten unter http://www.btw.de/tourismus-in-zahlen/wirtschaftsfaktor-tourismus.html in voller Länge nachlesen.

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