Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Sport Mega-Events: Happy End nach Fehlprognosen

Ob bei der Fußball-WM oder bei Olympischen Spielen: Prognosen von Experten und Agenturen sind,  was Touristenzahlen oder Handelsumsätze betrifft, meist zu hoch geschraubt und entpuppen sich in der Regel als falsch. Dennoch sind die Veranstalter am Ende glücklich. Denn Imagegewinn und der künftige Wert sinnvoller Investitionen sind in der Regel gewaltig. Das ist ein wichtiges Fazit einer Ministerrunde zum Thema Sport Mega-Events auf dem ITB Berlin Kongress.
Prof. Dr. Wolfgang Maennig von der Uni Hamburg, der 1988 Olympiasieger im Rudern war, verblüffte viele mit seiner Studie über die rein wirtschaftlichen Effekte von sportlichen Großereignissen. „Der Unterschied zwischen Prognose und Realität ist ernüchternd“, sagte er. Beispiel Fußball-WM in Deutschland 2006: Statt der erwarteten Millionen reisten nur 100.000 zusätzliche Touristen wegen des Fußballs an, fand der Wissenschaftler heraus. Der Einzelhandelsumsatz sei sogar etwas rückläufig gewesen, weil die Leute lieber mit Chips vor dem Fernseher saßen oder mit Freunden feierten.
Das machte Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft,  so ähnlich, wie sie erzählte. Aber: „Das Sommermärchen brachte Deutschland einen riesigen, positiven Imagewinn rund um den Erdball.“ „Die Welt zu Gast bei Freunden“ sei ein großer Erfolg gewesen.
Gewinner sind auch Fluggesellschaften und Hotels. Die reiben sich bei solchen Events  - nach drastischen Preiserhöhungen - die Hände. Maennig rechnete vor, dass viele ihre Preise sogar verdreifachten.
Derek Hanekom, Tourismusminister in Südafrika, wies auch auf den Imagewinn und den langfristigen Nutzen der Investitionen in Sportstätten, Straßen und Flughäfen anlässlich der Fußball-WM 2010 hin.U
NWTO Secretary-General, Taleb Rifai, sagte, sinnvolle Investitionen seien immer positiv. Freundlichkeit, Party-Stimmung, Selbstbewusstsein und Freude der Menschen seien etwas Großartiges. „Brasilien hat sich auf seiner WM so als Gewinner etabliert“, sagte Rifai, was er nicht auf die Fußballergebnisse des Gastgebers der WM 2014 bezog.   
Brasiliens Tourismusminister Vinicius Nobres Lages stimmt zu. Er nannte weitere positive Beispiele.  Über 40.000 kleinere Unternehmen hätten vor der WM Logistik-Fortbildungen bekommen, unzählige  Mitarbeiter profitierten von wichtigen Schulungen. „Das sind wie Investitionen in die Infrastruktur langfristige positive Effekte.“
Wilhelm von Breymann, Tourismusminister in Costa Rica, freute sich auf der Veranstaltung über den „großen Sympathiebonus“ und Reisebuchungen, nachdem sein Land die schwierigste Vorrunden-Gruppe in Brasilien mit Bravour meisterte.
Ägypten arbeitet am Ausbau von Straßen, Stadien und Airports. Aber noch sei die Zeit nicht reif zur Bewerbung für solche großen sportlichen Ereignisse, sage Ägyptens Botschafter in Berlin, Mohamed Higazy.     Bernd Kubisch 
 
 

Nike Shox Avenue 802

ITB Berlin auf Facebook

ITB Berlin auf Twitter