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Symbolträchtiges Wüstenschiff

For this year’s partner country, Oman, even today the camel forms an essential part of its cultural heritage

Für das diesjährige Partnerland Oman stellt das Kamel auch heute noch einen essentiellen Teil des kulturellen Erbes dar

Das diesjährige Partnerland der ITB Berlin ist ein Reiseziel voller orientalischer Mystik, landschaftlicher Schönheit und traditionellem Brauchtum. Die Kamelzucht ist seit Jahrhunderten Lebensgrundlage der Beduinen in der Wüste und essenzieller Bestandteil der Kultur.

Arabische Kamele, auch Dromedare genannt, sind seit jeher eine wichtige Fortbewegungsmethode durch die weiten Wüsten und die schroffe Gebirgswelt des Oman. Beduinen und Nomaden schätzen die sogenannten Wüstenschiffe seit 3.500 Jahren als treue Begleiter und zuverlässiges Transportmittel. Die Tiere können Lasten bis zu 450 Kilogramm über Distanzen von 50 Kilometern befördern – dabei laufen sie zumeist über unwegsames, teils dornenreiches Terrain. Kamele sind darüber hinaus in der Lage, große Mengen Wasser in ihrem Körper zu speichern, was es ihnen ermöglicht, Strecken von hunderten Kilometern Länge in heißem Wüstenklima zurückzulegen. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das Dromedar unverzichtbar für das Fortkommen in der Wüste – in den letzten Jahrzehnten haben das Auto und das Flugzeug die Tiere weitgehend abgelöst. Viele Omanis haben sich jedoch dem Erhalt dieses wertvollen Teils ihrer Landeskultur verschrieben.

Einer von ihnen ist Ahmed Al-Mahrouqi. Der Angestellte eines Mineralölunternehmens geht in seiner Freizeit mit Leidenschaft der Aufzucht von Kamelen nach. Außerdem zeigt er Touristen und jungen Einheimischen den Umgang mit den Tieren und trägt somit dazu bei, die Tradition seines Landes zu bewahren. „Selbst die Beduinen leben heutzutage in Häusern aus Stein und reisen kaum noch durch die Wüste“, erklärt er, und fügt an: „Anstatt Kamele benutzen sie heutzutage oftmals das Auto.“ Um die Lebensweise seiner Vorfahren zu ehren und fortzuführen, begann Al-Mahrouqi vor einigen Jahren damit, zunächst selbst Kamelreisen durch die Wüsten Omans zu unternehmen. „Dies ist die ursprünglichste Fortbewegungsmethode in der Wüste, und schon die Aufzeichnungen unserer Ahnen beschreiben das Dromedar als höchst elitäres Tier.“ Mittlerweile bietet er auch geführte Karavan-Touren und Ausflüge für Gäste an. Allerdings steht nach wie vor die Züchtung der Dromedare für ihn an erster Stelle. Damit ist er nicht allein: „Ungefähr 30 Prozent der Menschen im Oman sind finanziell auf Kamele angewiesen“, führt Al-Mahrouqi aus, und ergänzt: „Insgesamt gibt es über 10.000 Kamele in unserem Land, Tendenz steigend. Die Zucht der Tiere ist viel günstiger als beispielsweise die von Pferden, da Kamele unter anderem keine Stallungen benötigen.“

Mit seiner Passion für Kamele und seinem Anliegen, diese Begeisterung an jüngere Generationen und Touristen weiterzugeben, trägt Ahmed Al-Mahrouqi maßgeblich zum Erhalt der Kultur Omans bei. Das Erbe seiner Vorfahren stellt für ihn eines der grundlegenden Elemente dar, warum das Land für Reisende so attraktiv ist. „Das Sultanat Oman ist das sicherste und friedlichste Land in der Region. Unsere Bürger sind aufgeschlossen und gastfreundlich und unsere lang zurückreichenden Traditionen faszinieren Gäste und Einheimische gleichermaßen.“ Die landschaftliche Schönheit, die Sicherheit in Oman und das neutrale Auftreten des Landes haben dem Sultanat Oman den Spitznamen „ Schweiz Arabiens“ eingebracht.

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