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„Touren und Aktivitäten müssen über das Smartphone zugänglich sein“

Casey Hanisko, Präsidentin der Adventure Travel Trade Association ATTA, über das Potenzial von Online-Plattformen für Veranstalter von Touren und Aktivitäten.

TTA, Technology, Tours und Activities - In-Destination-Services, ist dieses Jahr neues Segment auf der ITB Berlin. Sie haben bei der Einführung mitgewirkt. Welche Rolle spielt das Segment im weltweiten Tourismus?

Wie haben noch wenige Mitglieder, die gewährleisten können, dass ihre Touren Online buchbar sind. Vor allem bei den Mehrtagestouren ist dies eine große Herausforderung. Es ist aber sehr wichtig, eine mobile Online-Buchungsmöglichkeiten zu haben. Immer mehr Reisende buchen ihre Aktivität vor Ort, also an ihrem Reiseziel. Ihr Smartphone haben sie immer dabei, und dort wird zuerst nach Angeboten geschaut. Touren und Aktivitäten müssen also über Mobilgeräte zugänglich sein.

Wie können Anbieter von Touren, Aktivitäten und Attraktionen auf den Online-Marktplätzen besser sichtbar werden?

Viele Technologieanbieter, die hier auf der ITB Berlin vertreten sind, arbeiten bereits eng mit Touranbietern zusammen. Für kleine Veranstalter ist es aber eine große technische und logistische Herausforderung, ihr aktuelles Angebot zu strukturieren, es mit einem kohärenten Pricing-System zu versehen und auf einer Onlineplattform sichtbar zu machen. Die Technologieanbieter wollen gern mehr mit diesen Veranstaltern zusammenarbeiten. Auf Seiten der Veranstalter muss sich aber das Bewusstsein noch stärker herausbilden, dass ihnen die mobile Technologie einen Mehrwert bringt.

Wie lässt sich das brachliegende TTA-Potenzial erschließen?

Das ist die entscheidende Frage. Ein Beispiel liefert der Technologiepartner tourradar. Die Plattform wurde 2010 gegründet. Zu Beginn wurden vor allem mehrtägige Gruppenreisen vermittelt. Inzwischen sind neben großen Tourveranstaltern auch mittlere und kleine Anbieter auf der Plattform vertreten.

Welche Trends sehen Sie?

Es wird mehr und mehr integrierte Ansätze geben. Flüge, Hotels, Touren und Aktivitäten werden zunehmend gebündelt und auf Plattformen zugänglich sein. Diese Segmente sind natürliche Partner, denn die meisten Reisenden buchen ihre Aktivitäten, wenn sie im Hotel oder in ihrer Unterkunft sind. Von dort aus sollten auch die Informationen zugänglich sein.

Können solche „In-Destination-Services“ den verantwortungsbewussten Tourismus fördern? Auf jeden Fall. Über digitale Medien kann das Bewusstsein etwa über soziale Probleme oder Umweltschutz vor Ort geschärft werden, Themen wie Wilderei, nachhaltiger Landschaftsschutz oder Kinderprostitution können angesprochen werden. Und in die Touren und Aktivitäten lässt sich die lokale Bevölkerung optimal einbinden.

Das Interview führte Mirko Heinemann

www.adventuretravel.biz/

Halle 4.1 Stand 214

 

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