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Mit vielen kleinen Schritten zu weniger Plastik

Sechs verschiedene Einwegplastik-Objekte für ein einziges Frühstück – in manchen Hotels ist dies noch immer Alltag. Dahinter steckt nicht unbedingt böser Wille, das berichtete Joanne Hendrickx, die Gründerin der Organisation „Travel Without Plastic“ auf dem ITB CSR Day: „Viele ältere Hoteldirektoren sind vor allem darauf konditioniert worden, auf Gesundheits- und Sicherheitsfragen zu achten.“ Mit Einwegplastik könne es keine Glassplitter am Pool geben – und auch keine Klagen wegen dreckigem Geschirr. Um Einwegplastik zu vermeiden, so Hendrickx, sei es nun wichtig, die Hotelleiter wieder zu dekonditionieren.

Dr. Monika Griefahn, die Nachhaltigkeitsberaterin der Costa Group, plädierte auf dem ITB Kongress dafür, neue abbaubare Plastikprodukte zu entwickeln und zu nutzen. „Nicht jedes Plastik ist schlecht, es gibt auch wiederverwertbares Plastik“, beteuerte Griefahn. Ein oft übersehene Verschmutzung der Umwelt, so Griefahn, sind Zigarettenfilter  –  bei einem Strand-Cleanup im Baltikum seien in eineinhalb Stunden 7000 davon gefunden worden.  „Viele Leute wissen nicht, dass Zigarettenfilter aus Plastik sind, sie denken, diese sind aus Baumwolle oder aus Papier“, erläuterte die Biologin und Nachhaltigkeits-Expertin Dr. Frauke Fischer.

Einzelne Touristenregionen, etwa die Badeorte in Mecklenburg-Vorpommern, würden ihre Gäste inzwischen aktiv auf dieses Problem aufmerksam machen, berichtete Griefahn. Neben Aufklärung, so schlug Frauke Fischer vor, könne man auch spielerische Elemente einsetzen, um Urlauber zu umweltbewussterem Verhalten zu bewegen. Zum Beispiel, indem Behälter aufgestellt würden, mit denen die Menschen per eingeworfener Zigarettenkippe über ihren Lieblingsfußballer abstimmen könnten.

Rainer Heubeck

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