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Zukunftsmusik für die Geschäftsreisebranche: Diesjährige ITB Berlin spiegelte großen Einfluss von Technologie auf Business Travel-Segment wider

Zukunftsmusik für die Geschäftsreisebranche: Diesjährige ITB Berlin spiegelte großen Einfluss von Technologie auf Business Travel-Segment wider

Die jüngsten Innovationen der Reise-Technologie haben die Art, wie Konsumenten Reisen sehen, komplett auf den Kopf gestellt. User teilen ihre Eindrücke kontinuierlich über soziale Medien, steuern Geräte über Sprache und nutzen Apps für die Bereiche Food oder Navigation. Reisende möchten von den vielfältigen Neuerungen keineswegs nur im Urlaub, sondern zunehmend auch auf ihren Business-Trips profitieren. Travel Manager stellt dieser Anspruch von Mitarbeitern vor neue Aufgaben. Sie sind nicht mehr nur Vermittler von Reiseleistungen, sie müssen auch über die neuesten Gadgets, die das Reiseleben erleichtern, auf dem aktuellsten Stand sein.

Ein Bereich der Reise-Industrie, der sich besonders im Wandel befindet, ist das Hotelgewerbe. Angesichts einer wachsenden Anzahl von Kunden der Generation Y und Z sind Hotels entsprechend damit beschäftigt, diese mehr als je zuvor in den Mittelpunkt ihres Angebots zu stellen. App-basierte Check ins/-outs, Anmeldungen sowie das simple Öffnen von Zimmertüren sind bereits Realität. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen Conichi zum Beispiel daran, die digitale Brücke zwischen passionierten Smartphone-Usern und der klassischen Hotelwelt zu schlagen, indem es per E-Mail Check in-Erinnerungen versendet – just so, wie man es bereits von Fluggesellschaften kennt.

Gleichfalls befindet sich das Geschäft der Mietwagen-Betreiber in einem stetigen Wandel. Anbieter wie Europcar und Sixt treiben das Thema Sprachkontrolle zum Beispiel rasch voran. Auch der Autobauer BMW arbeitet an der Einbindung von Alexa und Co. Wahrlich revolutionäre Ansätze gibt es in puncto selbstfahrende Autos, auch wenn diese noch nicht in unmittelbarer Zukunft Realität sein werden. Alex Bainbridge, Experte für die Entwicklung von Destinationen, sieht als mögliche Einsatzbereiche unter anderem spontane Sightseeing-Touren zwischen zwei Terminen. Zudem ließen sich die Gefährte als Mini-Meeting-Räume nutzen. Nicht zuletzt könnten sie eine maßgebliche Alternative zu Flughafen-Taxis werden und Gäste vor allem dort von einem Ort zum anderen navigieren, wo sie sich nicht allzu gut auskennen. Die Geschäftsreise von morgen beschränke sich wahrscheinlich nicht auf selbstfahrende Autos, so Bainbridge. Denkbar seien in der Zukunft sogar Drohnen-Taxis, die sich mit wenigen Klicks in einer App bestellen lassen. Da Geschäftsreisende bekanntermaßen chronisch unter Zeitdruck stünden, könnten sie entsprechend unter den ersten Nutzern sein.

Die diesjährige ITB Berlin spiegelte den enormen Einfluss von Technologie auf die Reise-Industrie in hohem Maße wider. In den vergangenen Jahren trug das Segment maßgeblich zum Wachstum der Messe bei. Neben der privaten Reise-Industrie waren unter den Ausstellern auch viele, die sich speziell auf den Business-Traveller konzentrieren. Dazu zählte zum Beispiel Tickets Travel Network, eines der größten Reisevertriebs-Unternehmen der EMEA-Region, das mehr als 18.000 Buchungen am Tag verzeichnet und unter anderem Schnittstellen, White Label-Lösungen sowie online-basierte Buchungstools für große Firmen entwickelt.

Hotelbird beschäftigt sich mit Schnittstellen und White Label-Lösungen, um eine nahtlose User-Experience für Check in/out und Registrierung in einer großen Anzahl von Hotels zu ermöglichen. Nicht zuletzt arbeitet das Unternehmen Acomodeo daran, den stetig wachsenden, aber auch überaus fragmentierten Markt von Serviced Apartments zu vereinheitlichen.

Dass sich die Branche so rasch entwickelt, hat neben dem Drang nach Innovation noch einen weiteren Grund. Immerhin geben nicht-traditionelle Player wie Airbnb einen schnellen Takt vor. Kunden, die die  Vorzüge einer heimisch anmutenden Unterkunft auf Privatreisen bereits erlebt haben, beanspruchen womöglich ein ähnliches Erlebnis auf einem ihrer nächsten Business-Trips.

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