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Wie attraktiv ist Urlaub in der arabischen Welt?

Auf sieben Jahre der Entbehrung folgten sieben fette Jahre in Ägypten, so erzählt es die Bibel. Darauf hofft auch der ägyptische Bauunternehmer Samih Sawiris: Für den Tourismus wäre es nach vielen dürren Jahren jetzt „höchste Zeit für die sieben fetten Jahre“, so Sawiris auf der ITB Berlin. Der arabische Reiseboom finde aber derzeit eher im Oman statt. Dabei sei die Attraktivität Ägyptens sehr hoch, so der ägyptische Botschafter, Dr. Badr Abdelatty. Und sie steige weiter. Er verwies auf die geplante Eröffnung des „Großen Archäologischen Museum“ in Kairo im kommenden Jahr.

Der Studienreise-Anbieter Studiosus hatte zum Gespräch geladen, um zu ergründen, welche Perspektiven der Tourismus in den arabischen Ländern hat – allen voran das mit historischen Denkmälern, Stränden und Korallengärten gesegnete Ägypten. Dort haben Bombenanschläge auf Touristen und das autoritäre Regime von Staatschef Al-Sisi die Touristenzahlen massiv einbrechen lassen. Peter Strub, Geschäftsführer von Studiosus Reisen, weiß, dass die Sicherheitsfrage stets als erste gestellt wird, wenn es um Ägypten geht. Dennoch sieht er die Sicherheit gewahrt – mit Einschränkungen bei der Reiseplanung. „Weniger Flexibilität“, so Strub, „ist der Preis, den wir für die Sicherheit unserer Gäste bezahlen.

Botschafter Abdelatty versicherte, es werde alles getan, um die Gäste zu schützen. Als ein Journalist darauf hinwies, dass für die Sicherheit in Ägypten Menschenrechte eingeschränkt würden, erntete er eine scharfe Replik von Abdellatty: „Unsere Nachbarländer sind nicht die Schweiz oder Dänemark, wie es in Deutschland der Fall ist. Wir sind umzingelt von terroristischer Bedrohung und tun unser Bestes, um ein Gleichgewicht zwischen Menschenrechten, Sicherheit und dem Kampf gegen den Terrorismus aufrecht zu erhalten.“

Mirko Heinemann

 

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