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Australien hätte alles, was geschundene Reiseseelen brauchen

© Joey Csunyo

Tourism Australia auf ITB Berlin NOW: Noch keine Einreiseoption in Sicht

Australien wurde vom Ausbruch der Pandemie doppelt schwer getroffen: Anfang 2020 wüteten die schlimmsten Buschfeuer der Geschichte im Land und ließen die Rekordbesucherzahlen von 2019 fast in Vergessenheit geraten. Als die Nation gerade begann aufzuatmen, fegte Covid-19 durch die Welt. Seit einem Jahr steht die Tourismusindustrie auch in Ozeanien weitgehend still.

„Aber wir halten den australischen Reisetraum am Leben“, erklärte Phillipa Harrison, Geschäftsführerin bei Tourism Australia, zugeschaltet aus Sydney auf der Pressekonferenz auf ITB Berlin NOW. Noch ist nicht sicher, wann sich Australien wieder für den internationalen Tourismus öffnet. „Wir rechnen mit einer Durchimpfung unserer Bevölkerung bis Oktober, und danach sind erste Schritte zur Öffnung denkbar“, so Harrison. Die restriktiven Beschränkungen hätten dazu beigetragen, dass Australien mit 30.000 Corona-Fällen und 1.000 Toten vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen sei. Das wolle man mit überstürzten Öffnungen keineswegs riskieren. Der Fokus lag im vergangenen Jahr so – wie in vielen anderen Destinationen auch – auf dem Inlandstourismus. Das habe dazu geführt, dass es einigen Teilen der australischen Tourismusindustrie nicht schlecht gehe. Doch natürlich bestünden in Regionen, die besonders von internationalen Besuchern leben, einige Schwierigkeiten.

Phillipa Harrison plädierte dennoch dafür, eine höhere Risikoschwelle für Covid-19 zu akzeptieren und zu lernen, mit dem Virus zu leben, um langsam zu einer neuen Normalität zurückzukommen. Erste Schritte der Öffnung für Touristen können sein, dass Länder, die eine hohe Impfquote aufweisen, erste Einreisegenehmigungen erhalten, erklärte Harrison. Darüber hinaus stehen die australischen Tourismusverantwortlichen parat, ihren Gästen baldmöglichst wieder all das bieten zu können, wofür ihr Inselstaat steht: imposante Natur, faszinierende Tierwelt und liebenswerte Menschen: „Wir können alles bieten, was die geschundene Reiseseele braucht und vermisst.“ Der Wunsch nach bewussten und nachhaltigen Reiseangebote sei durch Corona noch gewachsen, so Harrison: „Wir haben die Inhalte für die geänderten Reisewünsche in der Nach-Corona-Zeit.“

Ein Schwerpunkt des australischen Reiseangebots sind indigene Touren, bei denen Besucher die Kultur der Aborigines kennen lernen. Nicole Mitchell, Projektleiterin bei Tourism Australia, erklärte, die Aborigines kümmerten sich seit mehr als 50.000 Jahren um das Land, so mache es Sinn, den Menschen zuzuhören, die die Geschichte des Landes erlebt haben und denen die Geschichten gehören, die Australien so besonders machen. „Überall im Land gibt es Möglichkeiten, in die Kultur der Aborigines einzutauchen. Mit diesen Begegnungen erwecken wir die Landschaft zum Leben.“ Denn nur wer verstehe, könne wirklich sehen. Tourismus könne ein hilfreicher und unterstützender Faktor sein, fremde Lebensweisen zu verstehen. „Wer Kultur teilt, der hält sie lebendig“, so Mitchell.

Medienkontakt:

www.tourism.australia.com

 

Text: Antje Lückingsmeier

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