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TO DO! Preise für Ecuador und Südafrika - Human Rights-Auszeichnung für Herman Kumara

Für ihre besondere Sozialverantwortlichkeit im Tourismus sind auf der ITB Berlin zwei Projekte aus Ecuador und eines aus Südafrika ausgezeichnet worden. Alle drei erfüllen nach Ansicht der Jury und des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung "in herausragender Weise das Hauptkriterium des TO DO!, die Partizipation der einheimischen Bevölkerung bei der Planung und Realisierung touristischer Projekte." Die Vorhaben schaffen damit alternative Einkommensquellen und stärken das Selbstbewusstsein der einheimischen Bevölkerung.

Den TO DO! Preis für „Human Rights in Tourism" vergab der Studienkreis an Herman Kumara. Der international anerkannte Menschenrechtsverteidiger und Leiter des National Fisheries Solidarity Movement Sri Lanka, setzt sich für Fischer in dem Land ein, deren Fanggründe durch touristische Projekte bedroht sind. Der Preis wird 2018 zum zweiten Mal verliehen und vom Studienkreis in Kooperation mit dem Roundtable Human Rights in Tourism sowie Studiosus Reisen München ausgelobt.  

Die drei Sieger der gleichberechtigten Tourismuspreise:

»Tren Ecuador« (Ecuador)

Das staatliche Unternehmen bietet seit 2010 eine viertägige „Schienen-Kreuzfahrt“ zwischen Guayaquil und Quito mit dem Ziel an, die lokalen Gemeinden entlang der Reisestrecke einzubeziehen und zu stärken. Das Konzept beinhaltet die Begegnung mit lokalen Kulturen – zum Beispiel in Cafés, Kunsthandwerkermärkten, Museen. Insgesamt konnten damit über 5.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. 180 Kleinstunternehmen stehen unter Vertrag und arbeiten nach den Richtlinien von „fair trade“, inklusive umfassender Beratung und Training.

"!Khwa ttu" (Südafrika)

Ziel der Organisation sind die Wiederherstellung und der Erhalt der San-Kultur, deren Lebensräume in den Ländern des südlichen Afrikas liegen. Sie verfolgt dabei drei Schwerpunkte: Zum einen fungiert sie als Restaurant mit diversen Übernachtungsmöglichkeiten. Zum anderen ist die Organisation Berufsausbildungszentrum für junge San, um ihnen – nach Entwurzelung und Vertreibung – eine berufliche Perspektive zu bieten. Dritter Schwerpunkt sind der Einsatz für nachhaltige Naturprojekte und die Förderung kultureller Maßnahmen für den Erhalt der San-Kultur.

 "Maquipucuna" (Ecuador)

Das Projekt fördert den Schutz der Biodiversität durch behutsame Entwicklung und Ökotourismus. Dazu wurde auch ein Naturschutzgebiet ausgewiesen, eine Eco-Lodge mit touristischen Aktivitäten aufgebaut und Jugendliche durch Ausbildungsprogramme in Umweltthemen geschult. Das Projekt befähigt Gemeinden, eigene Ökotourismus- und Naturschutzprojekte zu errichten. So konnten durch Bio-Landwirtschaft und die faire Produktion von Lebensmitteln wirtschaftliche Alternativen für die lokale Bevölkerung entwickelt werden.

Der TO DO! Wettbewerb sozialverantwortlicher Tourismus wird jährlich vom Studienkreis für Tourismus organisiert. Unterstützt wird er vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst,  forum anders reisen, ITB Berlin, Studiosus Reisen München sowie der Schweizerischen Stiftung für Solidarität im Tourismus.

Bernd Kubisch

www.studienkreis.org www.to-do-contest.org

Studienkreis für Tourismus

Halle 4.1 / Stand 248



Pressekontakt:  Claudia Mitteneder

E-Mail: claudia.mitteneder@studienkreis.org

Tel.: +49 171 5238299 

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