Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

DRV: Reisepauschalrichtlinie – Reisebüro können aufatmen

Staatssekretär Gerd Billen, Bundeministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Gespräch zur Umsetzung der Reisepauschalrichtlinie mit DRV-Präsident Norbert Fiebig

Die Nachricht sorgt für Erleichterung - beim Deutschen Reiseverband DRV, beim Bundesverband asr –Allianz selbstständiger Reiseunternehmen und bei den 9.800 Reisebüros in Deutschland. Brüssel zeigt Handlungsbereitschaft beim Bezahlvorgang. Das Thema versetzt die deutsche Reisebranche seit Monaten in Aufregung und sorgt für Spaltung. Jetzt können Reisebüros und Kunden aufatmen.

Gerd Billen, Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, verkündete die Neuigkeit bei einem Hintergrund-Gespräch über den momentanen Stand der Umsetzung zur EU-Pauschalreiserichtlinie. Die Kommission habe „konzediert, dass bei getrennter Auswahl von Reiseleistungen eine gemeinsame Zahlung erfolgen kann“. Eingeladen hatten der Deutsche Reise Verband DRV und die TUI zum Austausch mit Vertretern der Koalitionsparteien, Mitgliedern des Bundestags und Botschaftern wichtiger Destinationen in die Berliner TUI Politik Lounge.

Im Klartext: Die Europäische Kommission ist einverstanden, dass Reisebüros künftig mehrere, unterschiedliche Reisebausteine vermitteln und Kunden – wie bisher - am Ende nur einmal den Gesamtbetrag bezahlen können. Damit sind die getrennten Bezahlvorgänge für Einzelleistungen, wie sie der Gesetzentwurf bisher vorsah vom Tisch: Wer im Reisebüro keine Pauschalreise, sondern separate Leistungen für beispielsweise Flug, Hotel und  Mietwagen kaufen will, sollte diese nämlich einzeln bezahlen. "Hier muss dringend eine praxisgerechte Lösung her“, forderte DRV-Präsident Norbert Fiebig den Staatssekretär auf, in Brüssel zu verhandeln. Seit Monaten kämpfen DRV und asr gegen diese Änderung, die die mittelständisch geprägte Reisebürolandschaft in Deutschland gefährdet. Nun kann Billen, der sich sehr engagiert eingesetzt hat, Erfolg vermelden: „Eine weitere Hürde ist genommen“.  Das Zugeständnis habe ihn selbst freudig überrascht. Erleichtert sagte er: „Im Reisebüro erhöhen wir damit nicht nur die Praxistauglichkeit unserer Gesetze, sondern erhalten auch den Spaß an der Arbeit“.

Norbert Fiebig lobte den Verhandlungserfolg des Justizministeriums: „Das hilft unseren Reisebüros sehr! Denn praktisch heißt das, dass die Reisebüros ihr Geschäftsmodell im Großen und Ganzen so weiterführen können wir bisher.“ Im Vorfeld der ITB Berlin 2017 kann das beflügeln.

www.drv.de

Halle 10.1/Stand 117

 

ITB Berlin auf Facebook

ITB Berlin auf Twitter