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Dunkler Himmel für mehr Touristen – Sterngucken hat großes Potential

Seit Jahrtausenden hat der Sternenhimmel die Menschheit in seinen Bann gezogen, und sichtbare Spuren dieser Faszination finden sich mit prähistorischen Kreisanlagen in Goseck/Sachsen-Anhalt oder Stonehenge, jüngere aber auch mit dem Royal Observatory in Greenwich oder riesigen modernen Radioteleskopanlagen an verschiedenen Orten der Erde. Sie stellen bereits touristische Attraktionen mit tausenden Besuchern pro Jahr dar. „Astro-Tourismus“ hat aber viele weitere Facetten, wie der Astronom und Direktor des Planetariums im Museum am Schölerberg in Osnabrück, Dr. Andreas Hänel, in einem interessiert verfolgten Vortrag auf der ITB Berlin 2018 darlegte. „Staaten hoch im Norden werden mehr und mehr zum Reiseziel für Menschen, die sich vom Polarlicht, aber auch vom klaren Sternenhimmel in den Bann ziehen lassen“, so Hänel. Voraussetzungen dafür sind jedoch gutes Wetter, klarer Himmel und dunkle Nächte und damit Verhältniss, die etwa in Europa kaum noch zu finden sind.

Die 1988 gegründete International Darksky Association fasst weltweit etwa 100 Orte als „Dark Sky Parks“ zusammen, die bestimmte, für die Sternbeobachtung günstige Bedingungen verbindet und die sich entsprechenden Richtlinien unterwerfen. So darf die Straßenbeleuchtung bestimmte Werte nicht überschreiten und wird vorzugsweise auf LED-Technik mit hohem Gelblichtanteil umgerüstet. Dies kann als Bonus eine Energieeinsparung von bis zu 90 Prozent ausmachen. Ziel ist jedoch in erster Linie, Sternengucker aus aller Welt ins Dunkel zu locken. Das norwegische Tromsö etwa konnte in jüngster Vergangenheit einen Zuwachs an Touristen von 200 Prozent verzeichnen, die sogar aus China anreisen, um einen klaren Sternenhimmel zu erleben. „In Deutschland haben etwa weite Teile des vergleichsweise dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern, Partnerland der ITB Berlin 2018, aber auch die Rhön hohes Potential, die Anforderungen zu erfüllen“, so Hänel.

Robert Kluge

 

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