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Gesichtserkennung an Flughäfen

Die Gesichtserkennung hat hierzulande nicht den besten Ruf. Sie wird allgemein mit Themen wie Überwachung, Sicherheits- und Grenzkontrollen assoziiert. Zudem fürchten viele um ihre Privatsphäre, wenn sie im öffentlichen Raum gescannt werden könnten.

Einfacher dürfte es an Orten sein, an denen zwangsläufig eine Identifizierung stattfindet – etwa wenn Passagiere an den Flughäfen einchecken. „Hier bietet Gesichtserkennung durchaus einen Mehrwert, der von den Passagieren anerkannt wird“, erklärte Tugberk Duman, Technology Consultant der finnischen Futurice GmbH, auf der eTravel-Stage der ITB Berlin.

Futurice hat einen Pilotversuch mit einer Gesichtserkennungs-Software auf dem Flughafen von Helsinki durchgeführt. Hierbei konnten Passagiere mittels einer App auf ihrem Smartphone ihr Gesicht scannen und sich damit für den Check-In anmelden. „Während sich die Passagiere auf den Check-in-Schalter zubewegten, wurden sie identifiziert und zugeordnet. Zugleich wurden bereits ihre Bordkarten ausgedruckt“, so Duman.

Mit Erfolg. In einem kurzen Interviewfilm äußerten sich die Passagiere durchweg positiv. „Man muss seine Papiere gar nicht mehr herausholen“, lobte ein Gast. „Und alles ging sehr schnell.“ Alle Befragten würden an weiteren Tests teilnehmen. Der Datenschutz sei gewährleistet, ergänzte Duman: Er beinhalte das Recht auf Vergessenwerden, Transparenz, Anonymisierung und Pseudonymisierung.

Bis 2036 werde sich das Passagieraufkommen weltweit verdoppeln, so Duman. Die internationalen Flugverkehrsorganisationen suchen händeringend nach Lösungen, die Abläufe auf den Flughäfen effizienter machen.

Mirko Heinemann

 

www.futurice.com

Halle 6.1

 

Pressekontakt: Gian Casanova

E-Mail: Gian.Casanova@futurice.com

Tel.: +49 176 1101 7708

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