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Gesundheits- und Freizeittouristik bekommt graue Haare: So verändert Demographie Wellness- und medizinische Reisen

Leisure-Trend-Forum

Ist der Senioren-Teller eine Beleidigung? Wie verändert sich Lifestyle mit dem demographischen Wandel? Wo liegt die Zukunft deutscher Kurorte? Das sind Fragen, mit denen sich die Podiumsgäste heute im Rahmen des Leisure-Trend-Forums auf dem ITB Berlin Kongress 2015 auseinandersetzten. Der demographische Wandel ist in der Freizeit- und Gesundheitsindustrie angekommen und fordert neue Konzepte von Wellness- und Medizintourismus, darin waren sich alle einig.
„Die neuen Senioren ticken anders. Sie haben mehr Reiseerfahrung, höhere Qualitätsansprüche und weniger Destinationstreue“, sagt Birgit Rehse, Bad Bevensen Marketing GmbH. Mehr Gesundheit in kürzerer Zeit scheint ein beherrschender Trend: Durchschnittliche Aufenthaltsdauern lägen in Bad Bevensen heute bei 2,5 Tagen – nicht bei drei Wochen. Kurorte müssten sich mit Infrastruktur und Angeboten auf die Nachfrage nach Services für mentale Gesundheit, den steigenden Anteil hochbetagter Gäste und das besondere Sicherheitsbedürfnis medizinisch motivierter Reisender einstellen. Dann könne dieses Segment sogar zum Wachstumsmotor für eine strukturschwache Region werden.
„Gesundheitstourismus kann die regionale Infrastruktur stärken“, findet auch Prof. Dr. Ulrike Fergen, FHM Schwerin. In einer Welt, in der die Gäste nicht länger nur Wellness, sondern Wirkung wollten, müssten jedoch Wirtschaft und Wissenschaft, Destinationen und Anbieter in der Region und länderübergreifend viel enger kooperieren. Nur so könnten ländliche Ziele im Spannungsfeld zwischen Abwanderung und Versorgungssicherheit bestehen.
„Gesundheit wird auch bei Städtereisen immer mehr zum Thema“, sagt Sophia Quint, visitBerlin. Zur Erlebnisqualität gehöre für den durchschnittlich 42,5 Jahre alten Berlin-Besucher heute, nicht nur Sightseeing, sondern auch Entspannung ins Programm einzubauen. Anbieter reagieren darauf mit Schlaflabor-Services im Hotel, schalldämpfenden Kissen oder licht-dicht schließenden Türen. Es gelte, diese individuellen Gesundheitsprodukte gemeinsam, systematisch und konsequent zu kommunizieren – auch im Ausland.
„In der Gastronomie werden wir immer stärker darauf achten müssen, was wir auf den Tisch bringen und woher oder wie wir unsere Produkte beziehen“, sagt Patric Neeser, Alpine Catering NSL GmbH. Die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln und die Sensibilität für nachhaltige Bewirtschaftung seien enorm gestiegen. „Außerdem ist eine große Herausforderung für unsere Branchen, auch morgen ausreichend viele Mitarbeiter für unser Geschäft zu gewinnen.“     Isabel Bommer
 

Foto: 5. Leisure-Trend-Forum auf dem ITB Berlin Kongress 2015
 

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