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Großhotels werden nach Corona zu kämpfen haben

© Alexander Kaunas

Speaker auf ITB Berlin NOW sehen große Chancen für Luxusreisen

Die Pandemie hat bei Reisekunden die Wünsche nach Betreuung und Service massiv verstärkt. Die Industrie werde darauf reagieren müssen, darüber waren sich die Teilnehmer eines Panels zur Zukunft der Luxushotellerie auf ITB Berlin NOW einig.

„Die Angst ist ein Gamechanger“, so Angsttherapeut Jeffrey Mc Cutchan. Die Kunden wollten nach der Verunsicherung durch das Virus Orte finden, an denen sie sich wohlfühlen und ihnen persönlich entgegengekommen wird. Auch Hygieneaspekte hätten eine viel größere Bedeutung erlangt und Ansammlungen von Menschen würden gemieden. All das spreche dafür, dass Luxusdestinationen eine sichere Zukunft hätten.

Fabian Eberle von der Chalet Zermatt Peak AG berichtet, sein Unternehmen habe grundsätzlich keine Hygieneprobleme. Aber die individuelle Betreuung der Gäste aus dem wirtschaftlich obersten Segment sei 2020 schwieriger gewesen. Auch wenn diese meist mit Privatjet und Hubschrauber kämen, sei viel Arbeit des Hotelservices mit Verwaltungsaufwand verbunden gewesen. Diese Art des „bubble travel“, also alle Wege in einer Sicherheits- und Komfortblase zurückzulegen, sei zwar ein guter Schutz gegen Viren, erklärte Jenny Southan, Gründerin des britischen Forschungsinstituts Globetrender. Für Superreiche sei das realisierbar, aber nicht für die breite Masse. Sie glaube allerdings nicht, dass das nach erfolgter Impfung noch nötig sei. Dennoch zeige es Trends auf, wohin die Zukunft gehe, etwa in der Hotelarchitektur, die kleinere Einheiten in den Vordergrund stellt.

Der Wunsch nach individueller Sicherheit kontrastiere stark mit dem Bedürfnis, wieder unter Menschen zu kommen und die Industrie müsse einen Weg finden zwischen dem früheren Overtourism und dem nun erzwungenen Undertourism. Unter dem Strich werde Reisen für Kunden und Anbieter damit komplizierter. Eberle vertrat die Ansicht, dass unter dieser Trendänderung vor allem große Hotels zu leiden hätten, die auf Quantität setzen: „Sie werden kämpfen müssen.“

Medienkontakt:

Globdetrender: jenny@globetrender.com

Chalet Zermatt Peak AG: czp@chaletzermattpeak.com

Jeffrey Mc Cutchan: info@mccutchan.ch

Text: Thomas Rietig

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