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Mit grünem Herzen ein Beispiel für die Welt: Nachhaltiger Tourismus in Slowenien

Slowenien

Im grünen Herzen Europas leben viele Menschen mit grünem Herzen – und mit viel Engagement. Dies zeigte sich während einer Debatte auf dem ITB Berlin Kongress, auf dem Umweltaktivisten und Tourismusverantwortliche gemeinsam diskutierten, wie sich die weltweit erste grüne Destination künftig weiterentwickeln soll. Am Anfang der Debatte stand die Bestandsaufnahme: Mit sechzig Prozent der Natur des Landes unter Schutz und mit einem Grundrecht auf sauberes Trinkwasser, das sogar in der Verfassung festgeschrieben ist, hat Slowenien bereits heute eine Vorreiterrolle eingenommen. Von den 100 Kriterien, die von der in den Niederlanden ansässigen Organisation „Green Destinations“ für grüne Zielgebiete festgelegt wurden, erfülle das Land bereits 96, erklärte Zdravko Počivalšek, der Minister für wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens, war im vergangenen Jahr von der EU-Kommission zum  European Green Capital gekürt worden. Die Null-Abfall-Strategie der Stadt, der Einsatz für saubere Luft und die Sperrung des Stadtzentrums für den Verkehr, so Petra Stušek, die Direktorin von Ljubljana Tourism, hätten zu diesem Erfolg beigetragen.

Grundlagen für den Wandel des Landes in eine grüne Destination waren Bildungs- und Informationskampagnen sowie ein Zertifizierungsprogramm, nach dem bereits  elf Anbieter und 18 Destinationen anerkannt wurden,  weitere 20 Destinationen durchlaufen derzeit den Anerkennungsprozess.

Besucher des Landes können den grünen Tourismus ganz hautnah erleben – etwa beim Übernachten in einem Baumhaus im „Garten Village Bled“, wo die Besucher zudem bei der Ernte von Biogemüse mithelfen können, bei Aktivitäten in der Natur oder beim Genuss des öffentlich zugänglichen Trinkwassers. „Unsere Vision ist ein 100 Prozent grünes Slowenien", erklärte Maja Pak, die Direktorin des slowenischen Tourismusamtes. Mit authentischen und nachhaltigen Produkten, so Pak weiter, wolle Slowenien ein Beispiel für die Welt sein.

Rainer Heubeck

Internet: www.itb-kongress.de

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