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Himmelsschauplätze: Den Sternen so nah

© Jan Kronies

Hintergründe zum Trendthema Astro-Tourismus auf ITB Berlin NOW

Der Astro-Tourismus ist ein Trend als Reaktion auf immer mehr Menschen, die in Städten leben, in denen aufgrund von Lichtverschmutzung die Nächste nie mehr ganz dunkel sind. Das Erleben von Weite in einer dunklen und ruhigen Landschaft könne das perfekte Kontrasterlebnis zum alltäglichen Leben sein, so Etta Dannemann, Geschäftsführerin der Visit Dark Skies, auf ITB Berlin NOW. Die Pandemie habe dazu geführt, dass regionale Ziele wieder mehr in das Bewusstsein der Reisenden gerückt sind. So auch die Spots, an denen Stern- und Himmelsbeobachtungen optimal möglich sind. „Es entstehen immer mehr Konzepte und dazu die entsprechende Infrastruktur, um Sternbeobachtungen möglich zu machen“, so Dannemann. Gartenmöbel für Sternbeobachtung würden entwickelt, Ausbildungen zum Starguide angeboten, spezielle Unterkünfte offeriert: der Markt wachse.

Im Jahr 2020 war der Astro-Tourismus anders: Die COVID-19-Pandemie reduzierte das Reisen, sodass entfernte Ziele mit dunklem Himmel wie Namibia oder La Palma (Kanarische Inseln) nicht erreichbar waren. Öffentliche astronomische Observatorien mussten geschlossen, Starpartys abgesagt werden.

Der verstärkte regionale Tourismus erhöhte auch das Interesse an regionalen Sternenparks, in denen die Menschen die Möglichkeit hatten, Himmelsobjekte zu beobachten. Dazu veränderte die Pandemie die Bedingungen für den Astro-Tourismus zum Besseren: Weniger Kondensstreifen aufgrund des geringeren Flugverkehrs führten zu besonders dunklen Nächten.

Auf dem Colorado Plateau in den USA und auch in Großbritannien entstehen immer mehr Starparks unter dem Label der International Dark Sky Association (IDA), die den Tourismus der lokalen Bevölkerung fördern. Und auch in Deutschland seien nun immer mehr Regionen daran interessiert, ein Starpark zu werden, ergänzte Astronom Dr. Andreas Hänel, Sprecher der Fachgruppe Dark Sky und ehemaliger Leiter des Planetariums im Museum am Schölerberg Osnabrück.

Medienkontakt:

Etta Dannemann

Telefon: +49 30 46730571

E-Mail: info@visitdarkskies.com

www.visitdarkskies.com

Andreas Hänel

a.haenel@uos.de


www.darksky.org

 

Text: Antje Lückingsmeier

 

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