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Influencer Marketing: Langfristige Beziehung ausdrücklich erwünscht

ITB Berlin Kongress: Influencer Marketing

Das Perfect Match zwischen Unternehmen und Influencer ist nicht leicht zu finden. Wenn es zustande kommt, können beide Seiten von einer Zusammenarbeit profitieren. So lautete ein Fazit bei der Diskussionsrunde zu „Influencer Marketing: Fluch oder Segen für die Touristik?“ im Rahmen der ITB Marketing and Destination Workshops des ITB Berlin Kongress. Die Kooperation mit Bloggern und Influencern liegt im Trend, umso genauer sollten sowohl Unternehmen als auch Influencer prüfen, ob ihre Verbindung für die Ewigkeit sein kann: „Statt nach einem Influencer zu suchen, gehe ich lieber an die Suche wie nach einem Geschäftspartner für ein Joint Venture heran. Da überlegt man sich sehr genau, welche Ziele man verfolgt und wie nachhaltig die Verbindung ist“, erklärte Oguz Yilmaz, ehemaliger YouTube-Star mit Y-TITTY und heute Digi Consultant bei Whylder.

Am Anfang stehe meist eine lange und zeitintensive Recherche, für einen Kunden habe er sich 400 Influencer und ihre sozialen Kanäle angeschaut, bevor er sich für den einen entschieden habe.

Ist der gewünschte Influencer dann gefunden, lauern auch bei der Zusammenarbeit Fallstricke: „Lässt man ihnen volle künstlerische Freiheit oder weist sie auf die Markenbotschaften hin?“, fragte Moderatorin Julia Pawelczyk, Senior-PR Consultant Wilde & Partner Public Relations. Für Stephanie Weigand, Lead Brand Marketing bei HolidayCheck, liegt der Königsweg dazwischen: „Dem Influencer alle klassischen Botschaften mitgeben zu wollen, funktioniert nicht. Man muss sich auf das Experiment einlassen. Im besten Fall ist der Influencer sowieso ein Markenfan.“ Sebastian Canaves, Reiseblogger von off-the-path.com, riet dazu, sich intensiv mit dem gewünschten Influencer auseinanderzusetzen: „Hat er die gleichen Werte, Vorstellungen und Ziele? Wenn man diese Arbeit im Vorfeld gemacht hat, dem Influencer eine gewisse Freiheit zugesteht und eine Portion Geduld mitbringt, kann die Zusammenarbeit gelingen.“

Messbare Ergebnisse sollten Unternehmen nicht sofort erwarten. „Uns geht es mehr darum, eine echte Beziehung mit Influencern aufzubauen“, erklärte Claudia Bauhuber, Director Social Media and Community Management bei AccorHotels. „Deshalb unterstützen wir Influencer nicht nur mit Übernachtungen, sondern setzen auch gemeinsame Events und Workshops auf.“ Beim Thema Bezahlung trennen Unternehmen und Influencer häufig Welten. Eine pauschale Aussage zu möglichen Kosten sei allerdings nicht möglich, erklärte Heide Herbst, Senior Sales Manager von Brandnew IO. Das Unternehmen hat eine Datenbank entwickelt, die mittels eines Algorithmus einen ungefähren Richtwert geben kann: „Dieser dient zur Orientierung, im konkreten Fall muss geprüft werden: Welche Engagement Rate strebe ich an? Welcher Aufwand steht hinter der Zusammenarbeit und möchte ich den Influencer exklusiv für meine Marke nutzen?“

Mit Blick auf die Zukunft wurde der Wunsch nach einer stärkeren Professionalisierung der Blogger- und Influencer-Szene und der Etablierung von langfristigeren Partnerschaften mit Unternehmen laut.

www.itb-kongress.de

Pressekontakt: Julia Pawelczyk, Wilde & Partner Public Relations

E-Mail: julia.pawelczyk@wilde.de

Tel.: +49 (0)89 179190 21

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