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Iran: Mit Social Media Marketing zum touristischen Comeback

Iran hat frühe Tourismus-Geschichte: In den 1970er Jahren gehörte das Land zu den ersten, die mit dem 2.500sten Geburtstag Persiens einen Event nutzten, um Besucherströme anzulocken. Iran Air schuf in Teheran das erste Drehkreuz in Nahost. Schon früh war man dabei, das altertümliche Erbe mit einer Vision der Moderne zu verbinden. „Auf all diesen Elementen bauen wir heute auf“, erklärte René Du Terroil, Iran Doostan Tours, auf der eTravel World im Rahmen der ITB Berlin 2017. Allerdings stehen er und seine Mitstreiter vor ganz eigenen Herausforderungen. Viele Veranstalter machen noch einen Bogen um das lange sanktionierte Land. Zudem müssen nahezu alle Leistungen vor Ort bar bezahlt werden – was Online-Reisevermittler abschreckt. Da bleibt für Tourismusmarketing nur noch eines: den Weg über Social Media zu gehen und dabei das besondere Engagement vieler Einzelner zu nutzen.

Tatsächlich hat sich Social Media Marketing bereits in vielen Regionen bewährt, die unter dem Radar der weltweiten Reiseindustrie flogen. Im Iran funktioniert der Austausch am besten über die Messenger-Apps Telegram und WhatsApp. SeeYouInIran.org ist eine Community mit über 100.000 Mitgliedern, die auch über ihre Facebook-Seite aktuelle Hinweise und Reisetipps verbreiten. Sharing-Angebote sind beliebt: Couchsurfing Iran zählt 115.000 Mitglieder. OrientStay, das lokale Airbnb, bietet 1.074 Unterbringungsmöglichkeiten in 71 Städten. Über Snapp.ir, der iranischen Ausgabe von Uber, sind in Teheran 10.000 Fahrer erreichbar.

Ob Instagram, YouTube oder Vimeo: „Was am meisten hilft, ist User Generated Content – Inhalte, die das Land aus den Augen der dort lebenden und Reisenden zeigt“, unterstreicht Du Terroil. Das habe enorm dazu beigetragen, die Besucherzahlen von 500.000 in 1999 auf heute immerhin sechs Millionen zu steigern. Und die sind offenbar herzlich willkommen.           

Isabel Bommer

www.itb-kongress.de

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