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ITB Berlin 2019, ITB Berlin Kongress, ITB Destination Day, Adam Goldstein, Royal Caribbean Cruises, CLIA

Kreuzfahrtschiffe besser als ihr Ruf: Von der „Dreckschleuder“ zum Innovationsführer

Kreuzfahrtschiffe genießen einen schlechten Ruf. Sehr zu Unrecht, findet Adam Goldstein, Vice Chairman Royal Caribbean Cruises. Auf dem Destination Day des ITB Berlin Kongress machte er heute klar: „Wenn sie wissen wollen, wie man 6.000 Menschen von Hafen zu Hafen bringt, ohne Müll an Land zu lassen, wie man Weltmeere befährt, ohne das Wasser zu verwirbeln, wie man seine Energieeffizienz bis 2030 um 40 % optimiert oder wie man mit Zielorten kollaboriert, um sie wirksam vor Überlastung zu schützen – schauen sie auf die Kreuzfahrtbranche. All das ist auf unseren Schiffen, in unserer Arbeit Wirklichkeit.“

Woher dann das verbreitete „Cruise Ship Bashing“?

„Nun, unsere Schiffe sind einfach verdammt sichtbar. Sie passen einfach nicht ins Bild. Und einige von ihnen kreuzen im Massenmarkt. Das ist nicht jedermanns Sache“, so Goldstein. Es sei schon eine Herausforderung, für die Riesen Konzepte zu finden, mit denen sie ähnlich romantisch mit der Kulisse verschmelzen, wie ein örtliches Fischerboot. Bei den oft viel kleineren, aber ebenso wachstumstreibenden Luxus- und Expeditionskreuzfahrtschiffen ist das leichter.

Viele andere Probleme ließen sich dadurch lösen, dass man einfach miteinander spricht: „Die Woche hat mehr als drei Tage, der Tag mehr als einen Vormittag, das Jahr mehr als ein paar Monate – oft ist die Bitte an uns lediglich, dass wir Landgänge über die gesamte Zeitspanne verteilen – am besten in Abrede mit unseren Mitbewerbern“, berichtete Goldstein. Bisher habe man das als Eingriff in die unternehmerische Freiheit verstanden: „Wir dachten lange: Wir planen, wann wir mit unseren Schiffen wo sein können und wollen, weil das in unsere Fahrpläne passt – die an sich schon vielen auch technischen Restriktionen unterliegen. Das ändert sich. Weil wir insgesamt mehr Schiffe auf dem Wasser haben – und weil die Welt eine andere ist als vor dreißig Jahren.“

Drei Komponenten – ein Erfolgsrezept

Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln – Begriffe, die es damals noch gar nicht gab – stünden heute im Fokus. Und Goldsteins Erfolgsrezept für dieses Umfeld besteht aus drei Elementen:

  • Leadership in Sachen energie-, umwelt- und kreislauftechnischer Innovation
  • Stewardship als Annehmen der besonderen Rolle, die das Kreuzfahrtsegment in dieser Hinsicht spielt – obwohl es nur etwa 2 % des globalen Tourismus-Mix ausmacht
  • Partnership, weil es besser ist, mit Destinationen zu kollaborieren, um für Gäste und Menschen vor Ort ein gutes Erlebnis zu schaffen

Isabel Bommer

 

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