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ITB Berlin Kongress: Check-out per Smartphone

Sie stehen an der Hotelrezeption und wollen nur schnell ein Wasser von der Minibar bezahlen. Es ist morgens um 8:00 Uhr, natürlich gibt es eine Schlange. Das muss nicht so sein, glaubt Max Waldmann, der Gründer und CEO des Unternehmens Conichi. Auf der eTravel Stage der ITB Berlin präsentierte er eine App, die den Check-out per Smartphone möglich macht. Dieser muss nicht mehr länger an der Hotelrezeption durchgeführt werden, sondern kann auch direkt vom Zimmer aus und sogar vom Taxi aus erfolgen. Das Wasser von der Minibar wird dabei einfach mit dem Smartphone bezahlt, wobei der Nutzer angeben kann, ob es über sein Spesenkonto oder privat abgerechnet werden soll. Alles Zukunftsmusik? Keineswegs, in ausgewählten Kölner Hotels sowie bei etlichen Vorreitern im deutschsprachigen Raum ist die Conichi-App bereits im Einsatz.

Und die App kann weit mehr – der Gast kann mit ihr auch den Check-in vorbereiten. Betritt er das Hotel, erkennt ihn das Hotelpersonal automatisch, denn ein iBeacon am Eingang hat ihn anhand seines Smartphones identifiziert. Das beschleunigt den Check-in – und das Hotel kann dem Gast über die App auch Nachrichten schicken, etwa eine Einladung zu einem Cocktail oder ein attraktives Upgrade-Angebot. Max Waldmann, der früher bei Google gearbeitet hat und die Conichi-App zusammen mit dem Hotel-Reservierungsservice HRS praktisch einsetzt, sieht für seine App großes Potenzial. Bis zum Jahr 2020, so hätten Studien ergeben, seien fünfzig Prozent der Hotelgäste Menschen, die das Smartphone in den unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen ganz selbstverständlich nutzen.

Hotels, die das neue Verfahren ausprobieren wollen, bietet Waldmann ein ITB-Special: Dreißig Tag lang können sie Conichi kostenlos testen. Den Hotels verspricht Waldmann dabei Plug & Play, nach ein, zwei Tagen Umstellung ist das Verfahren reibungslos anwendbar. Dass die morgendlichen Warteschlangen an der Rezeption dann sofort verschwunden sind, ist allerdings unwahrscheinlich – denn das funktioniert nur, wenn die meisten Gäste diese App auch tatsächlich nutzen.

Rainer Heubeck
 

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