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ITB Berlin Kongress: China macht mobil – Smartphone, App und Social Media sind Schlüssel zum Reisereich der Mitte

Wenn es etwas gibt, das Chinesen lieben, dann ihr Smartphone. „Wenn sie nur drei Dinge auf eine Reise mitnehmen könnten, wären es der Pass, das Handy und der Selfie-Stick“, erklärte Joseph Wang, Chief Commercial Officer von TravelDaily China, auf der ITB Berlin eTravel World. Rund 1,2 Milliarden mobile Endgeräte waren 2015 in Gebrauch. Etwa 37 Prozent davon sind in den Händen von Menschen unter 25 Jahren, gleich viele User sind in der Altersklasse 25 bis 35 Jahre. Innerhalb von nur drei Jahren kletterte der mobile Umsatzanteil am Reisemarkt von 2 auf 24 Prozent (2013 bis 2016).

Das mobile China ist jung und fasziniert von kreativen Ideen. Wer hier etwas will, kommt an der App im lokalen Zuschnitt nicht vorbei. „Sie brauchen für diesen Markt kein großes Gepäck. Nutzen Sie lieber die Popularität unserer Online-Celebrities, um Ihre Produkte zu bewerben, und engagieren Sie sich echt“, erklärt Wang.

Chinesische Leistungsträger forcieren den digitalen Direktvertrieb. Sie suchen die Partnerschaft mit den drei großen Such- und E-Commerce-Portalen – Tencent, Baidu und Alibaba – die sich neben Ctrip und Qunar als OTA profilieren. Sie machen ihre Apps schlank und ihre Angebote smart, damit sie auf dem Weg zum Kunden nicht ständig von Low-Cost-Portalen ausgebootet werden.

Wenn es nach Wang ginge, würden sich Leistungsträger und Reisemittler endlich zu Netzwerken zusammenschließen, die den Kunden aus einer Hand bedienen. Denn dann müssten Reisende entlang ihres Customer Journeys nicht länger über 30 Webseiten besuchen, mehr als 10 Apps öffnen und über 50 Check-in-Erinnerungs- und Bewertungsaufforderungs-E-Mails beantworten, nur um einmal unterwegs zu sein.

Isabel Bommer
 

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