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ITB Berlin Kongress: China als Vorbild beim Online-Payment?

Der durchschnittliche chinesische Nutzer hält sich sieben Stunden am Tag in Mobile-Wallet-Apps wie WeChat oder Alipay auf. Denn die sind viel mehr als mobile Geldbörsen: Dort befinden sich To-Do-Lists, Tickets, Reisebuchungen – und allerhand Informationen über persönliche Vorlieben, tägliche Wege und Gewohnheiten.

Dass diese Daten in China auch zur staatlichen Kontrolle der Bürger genutzt werden, gab Jorg Möller, Managing Director des Online-Payment-Anbieters Wirecard, heute auf der eTravel World im Rahmen des ITB Berlin Kongresses zu. „Das wollen wir nicht in West-Europa“, lenkte Möller ein, „aber die Zukunft wird auch hier sein, dass mobile Geldbörsen in Apps zu eigenen Plattformen werden.“

Heute werden Online-Bezahlsysteme jedoch noch immer am meisten im asiatischen Raum genutzt. Im weltweiten Vergleich zur Nutzung mobiler Geldbörsen ist China Spitzenreiter, gefolgt von England und Japan, wenngleich die erste mobile Geldbörse überhaupt mit dem kenianischen Geldtransfer-Service M-Pesa auf dem afrikanischen Kontinent eingeführt wurde.

Am Beispiel der Luftfahrtindustrie zeigte Möller jedoch, dass mobile Geldbörsen als Zahlungsweg hier weltweit bereits an zweiter Stelle hinter Kreditkarten stehen und prognostizierte eine weitere positive Entwicklung für Online-Bezahlsysteme, wenn in etwa zehn Jahren sämtliche Gebühren für solche Transaktionen entfallen.

Katharina Wilhelm

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