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ITB Berlin Kongress: Chinas größte Hotelgruppe vertraut auf herstellergebundene IT

CFO der Pletano Group Eric Wu

Größe verschafft viele Vorteile. Das weiß auch Eric Wu, CFO und Executive Director der Plateno Group. Die chinesische Hotelgruppe ist seit 2005 auf dem Markt, führt ein Jahrzehnt später über 3.000 Häuser unter 14 Marken in 300 chinesischen Städten und neun Ländern – und ist mit ihren Wachstumsplänen noch lange nicht am Ende. Außer der Expansion in China, Europa und Afrika (vier neue Häuser sollen bis Ende 2016 in Kenia eröffnen, neben Paris ist man jetzt auch in Salzburg, Linz und Berlin vertreten) soll vor allem das Geschäft mit digitalen Kunden zugewinnen. Und die Tatsache, dass die Gruppe rund 75 Prozent ihrer Buchungen für heute etwa 600.000 Zimmer über das eigene web- und appgestützte, 80 Millionen Mitglieder zählende Loyalty-Programm generiert, verschafft der Organisation eine starke Position, wenn nicht gar weitgehende Unabhängigkeit von Marge ziehenden Online-Reisemittlern.   

Wu macht deutlich: Wir haben unsere Kunden, unsere Vermarktung und unsere Technologie selbst in der Hand. Die 15 Prozent Kommission für die derzeit etwa zwölf Prozent Buchungen via OTA, möchte er wo es nur geht sparen – denn die Gruppe lebt von operativer Effizienz. Dabei helfen niedrige Eintrittsbarrieren, sofortige Vorteile und interessante Mehrwerte für Gäste, die sich im Kundenbindungsprogramm registrieren. Ferner führt Plateno mit zehn Millionen Fans eine der größten Unternehmensseiten in WeChat, dem chinesischen Social Media Mix aus Facebook, WhatsApp und Instagram. Die können hier mit ihrem Hotelier chatten, direkt buchen und Feedback geben. Das sichert Bonuspunkte in der Kernzielgruppe: 60 Prozent der Kunden sind zwischen 18 und 32 Jahre alt und 40 Prozent aller Buchungen über eigene Kanäle kommen bereits über WeChat.

Diese Datenbasis hat enormen Wert, den Plateno in Zukunft auch anderweitig zu schöpfen gedenkt. Allerdings nicht in Form eines Verkaufs der Informationen an andere Nutzer, sondern, um eine Nachfrage nach weiteren Reiseprodukten und -services anzukurbeln, die die Gruppe selbst ins Programm nehmen will. Den Kunden zu „eignen“, scheint in China auch deshalb besonders erfolgsentscheidend zu sein, weil sich dieser Markt viel schneller verändert als die reifen europäischen: „In Europa lassen sich Geschäftsmodelle auf Basis historischer Daten ziemlich zuverlässig kalkulieren. In China kann sich die Nachfrage  innerhalb eines Jahres komplett verändern“, sagt Wu. Ein guter Grund, hier das eigene Ohr direkt am Kunden zu haben. 

Isabel Bommer
 

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