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ITB Berlin Kongress: Haben Roboter eine Zukunft im Tourismus?

Erstmals wird auf der ITB Berlin 2016 als „Special Guest“ ein humanoider Hotel-Roboter vorgestellt. Doch welche Rolle spielt die Automatisierung im Bereich des Tourismus, der Hotellerie und Gastronomie bereits heute, welche Auswirkungen werden technische Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt und auf die Berufsbilder der (nahen) Zukunft haben? Antworten auf diese spannenden Fragen gab im Rahmen des ITB Young Professionals Day Dr. Carl Benedikt Frey von der University of Oxford. Frey und sein Kollege Michael Osborne sind Autoren einer vielbeachteten Studie zur Arbeitswelt im Zeitalter der Automatisierung. „Tatsächlich werden die Verlierer in diesem Prozess vor allem Menschen mit mittlerer Qualifikation und Einkommen sein“, sagte Frey. Der Sprung von reinen Routineaufgaben hin zu komplexeren Tätigkeiten wie etwa der medizinischen Diagnostik, dem Übersetzen und sogar dem Fahren von Autos findet derzeit statt. Es gibt bereits Restaurants, in denen ausschließlich per Touchscreen-Menü bestellt wird, Hotels in Japan, in denen Roboter die Arbeiten der Rezeptionisten übernehmen, und das autonome Taxi ist auch nicht mehr fern.

In den USA können wohl rund sieben Prozent aller derzeitigen Berufe durch Automaten und Roboter ersetzt werden, wobei der Grad je nach Branche unterschiedlich hoch ausfällt: Bis zu 80 Prozent sind es in den Bereichen Lebensmittelversorgung, Übernachtungen, Transportlogistik und Lagerhaltung. Konkret im Tourismus nannte Frey Servicepersonal in der Gastronomie, Reiseführer, Taxifahrer, Zubereitung von Fastfood und Geschirrreinigung.

„Schwer ersetzbar sind jedoch menschliche Kompetenzen im Bereich der Kreativität, im sozialen Umgang, etwa, wenn es um Verhandlungen geht, aber auch überall dort, wo Wahrnehmung und Handlung in komplexer Umgebung stattfinden müssen – wie beim Zimmerservice“, zeichnete Frey ein etwas hoffnungsvolleres Bild. Zudem schafft die neue Technologie auch Berufe im Bereich der Programmierung, beim digitalen Marketing und den Sozialen Medien. Auch ist die Akzeptanz je nach kulturellem Umfeld auch in verschiedenen Ländern völlig unterschiedlich. Dass sich das berufliche Umfeld im Tourismus durch neue Technologien verändert, steht jedoch außer Frage, so Frey.

Robert Kluge

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