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ITB Berlin Kongress: Malediven – Bügeln ja, aber bitte nicht nachts

(c) MMPRC

Not macht erfinderisch! Weil die Malediven, Partnerland der ITB Berlin, mit Trinkwasser und Elektrizität sparsam umgehen müssen, brauchen die Insulaner gute Ideen. Sein Volk sucht und findet schon seit 1972 ständig neue Lösungen zum behutsamen Umgang mit knappen Ressourcen. Damals begann die Entwicklung des Tourismus. Das sagte Hussain Afeef, Vice Chairman, Maldives Association of Tourism Industry, auf dem ITB Berlin Kongress. Der Experte nannte ein paar Beispiele: Natürlicher Abfall wird zu Kompost. Das Wasser kommt  zum großen Teil aus Entsalzungsanlagen, die Energie immer häufiger  von der Sonne. Touristen erhalten für ihr Wasser auch Flaschen, die sie bei der Abreise wieder abgeben. Jedes Trinkgefäß soll auf den Malediven mehrfach genutzt werden.

Viele Boote zwischen den vielen Inseln fahren inzwischen mit Sonnenkraft. Immer mehr Ferienanlagen und Hotels nutzen diesen wertvollen Energiespender. Wer nachts bügelt oder die Waschmaschine anschaltet, leert schnell die Batteriespeicher. Solche Arbeiten sollten besser tags erledigt werden, weiß jede Familie hier. Touristen können inzwischen auch auf entlegenen Inseln bei Einheimischen wohnen. Bei solchen Kontakten lernen alle voneinander, auch in Sachen Umweltschutz und Umgang mit dem Klimawandel, sagte Moosa Zameer Hassan, Tourismusminister der Malediven.    

Viele Länder können in Sachen Bewahrung von Ressourcen, Schutz von Korallen und umsichtigem Fischfang von den Malediven lernen, wie auf dem Kongress deutlich wurde, das ITB-Partnerland aber auch von anderen Inseln. Ein Bewohner der kleinen Karibikinsel Anguilla hatte einen Meinungsaustausch mit Ahmed Zubair Adam, Executive Board Member, Live-aboard Association. Dort, wo es zu wenig regnet, haben viele Karibik-Insulaner Regenrinne sowie Zisterne aus Blocksteinen und Zement unter oder neben dem Haus montiert. Manche privaten  Zisternen können 60.000 Liter Regenwasser und mehr speichern. Auf den Malediven ist das wohl eher die Ausnahme. „Solche großen Behälter kosten leider einiges. Wir arbeiten an der Lösung des Problems", sagte Adam. Die Regierung offeriere sehr günstig oder auch gratis kleinere Wasserspeicher, betonte er.

Bernd Kubisch

 

Halle 5.2, Stand 109

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